Der belgische Chemie- und Pharmasektor, jahrzehntelang einer der stabilsten Pfeiler der nationalen Industrie, steckt tief in der Krise. Erstmals seit zehn Jahren meldet die Branche signifikante Jobverluste, einen Rückgang bei Investitionen und eine historisch niedrige Auslastung der Produktionskapazitäten. Der Branchenverband essenscia schlägt Alarm und fordert rasche, entschlossene Maßnahmen auf nationaler und europäischer Ebene.
Die Fakten sind klar. Das Gericht der Europäischen Union hat entschieden: Die Europäische Kommission hat rechtswidrig gehandelt, als sie sich weigerte, SMS zwischen Präsidentin Ursula von der Leyen und dem Pfizer-Chef Albert Bourla offenzulegen. Die Nachrichten entstanden im Frühjahr 2021 – just zu dem Zeitpunkt, als unter Ausschluss der Öffentlichkeit das größte Impfstoffgeschäft der EU-Geschichte angebahnt wurde. Damals ging es um bis zu 1,8 Milliarden Dosen Corona-Impfstoff. Vertragssumme: rund 35 Milliarden Euro. Kommunikation: offenbar per Kurznachricht. Transparenz: gleich null.
Sie löschen Brände und retten Menschen – doch immer häufiger geraten freiwillige Feuerwehrleute in ganz Europa, insbesondere in Grenzregionen wie Ostbelgien, selbst in Not. Nicht wegen fehlender Ausrüstung oder mangelnder Motivation, sondern wegen der Regelwerke, die ihre Tätigkeit zur juristischen Gratwanderung machen. Auf Initiative des ostbelgischen EU-Abgeordneten Pascal Arimont (EVP-CSP) fand am Dienstag eine Anhörung im Europäischen Parlament statt, bei der genau diese Problematik zur Sprache kam.
Am Montagabend wurde ein neues Kapitel in der Geschichte der belgischen Fritte geschrieben: Die Deutschsprachige Gemeinschaft hielt feierlich Einzug in das kleine Frittenmuseum Home Frit’ Home in der Brüsseler Gemeinde Forest, einem liebevoll kuratierten Mini-Museum rund um die belgische Frittenkultur.
In Antwerpen ist es am Mittwochmorgen zu mehreren Hausdurchsuchungen im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen illegaler Beschneidungen gekommen. Das berichtet der flämische Rundfunk (VRT).
Auch in diesem Jahr kann das Memorial Van Damme mit großen Namen locken: Am Mittwoch bestätigte Meeting-Direktorin Kim Gevaert die Teilnahme mehrerer Stars der Leichtathletik.
Mit einer landesweiten Gedenkaktion ehrt die belgische Polizei in diesen Tagen ihre im Dienst verletzten und getöteten Kolleginnen und Kollegen. Am Mittwochmorgen versammelten sich Beamtinnen und Beamte der Zone Brüssel-Hauptstadt/Ixelles am Gedenkwall der föderalen Polizei, um dort der Opfer polizeilicher Gewalt und Einsätze zu gedenken – eingebettet in eine außergewöhnliche Initiative, die quer durchs Land führt.
Keine Club-Brugge-Fans beim Topspiel in Anderlecht: Die Fanclubs des Vereins haben am Mittwoch angekündigt, dass sie die Entscheidung von Anderlechts Bürgermeister Fabrice Cumps (PS), Gästefans beim Spiel am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) auszuschließen, nicht juristisch anfechten werden – obwohl sie mit dem Vorgehen alles andere als einverstanden sind.
Nach dem überraschenden Ausscheiden im Halbfinale des Eurovision Song Contest 2025 (ESC) in Basel zeigt sich der belgische Sänger Red Sebastian gefasst und optimistisch. In einem Gespräch mit dem flämischen Rundfunk (VRT) erklärte er: „Ich bin stolz auf das, was ich mit meinem Team auf die Beine gestellt habe. Ich hätte es nicht anders machen wollen. Manchmal weiß man einfach nicht, wie die Dinge laufen.“
Nach Jahren im Zentrum der europäischen Politik richtet Charles Michel (MR) seinen Kompass neu aus. Der ehemalige EU-Ratspräsident und frühere belgische Premierminister plant seine berufliche Zukunft außerhalb der Politik – mit einer Mischung aus Lehrtätigkeit, Konferenzen und strategischer Beratung. Das berichten das Magazin „Knack“ und die Zeitung „La Libre Belgique“.
Die wallonischen Haushalte sollen künftig im Netz nachvollziehen können, wie es um die Qualität ihres Trinkwassers steht. Das kündigte Gesundheitsminister Yves Coppieters (Les Engagés) am Dienstag im Umweltausschuss des wallonischen Parlaments an – vor dem Hintergrund anhaltender Sorgen rund um die Belastung durch PFAS, langlebige Schadstoffe, die zunehmend ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken.
Nach zähen Verhandlungen haben sich die Koalitionspartner auf eine gemeinsame Gaza-Resolution verständigt. Die Mehrheit im föderalen Parlament legte am Dienstagabend einen abgestimmten Text vor, der am Donnerstag in der Kammer beraten werden soll. Die Resolution soll der Regierung Orientierung bieten für die internationale Nahostkonferenz im Juni, die von Frankreich und Saudi-Arabien initiiert wird.
Trotz zahlreicher Gesundheitskampagnen bleiben viele Arbeitnehmer in Belgien zu unbeweglich – und zu schwer. Ein aktuelle Gesundheitsbericht zeichnet ein ernüchterndes Bild: Fast sechs von zehn Beschäftigten bringen zu viele Kilos auf die Waage, und auch beim Thema Bewegung herrscht Nachholbedarf.
Große Ehre für Shay: Die Brüsseler Rapperin wurde am Dienstagabend bei der renommierten französischen Preisverleihung „Les Flammes“ zur weiblichen Künstlerin des Jahres gekürt. Die Gala, die sich ganz dem Hip-Hop widmet, fand in Boulogne-Billancourt südwestlich von Paris statt und würdigte damit Shays Einfluss auf das vergangene Musikjahr – künstlerisch wie gesellschaftlich.
Am 17. März 2000, also vor 25 Jahren, wurde das ActionCenter in Grüfflingen durch Eddy Kukenheim und Alfred Jacobs unter dem Namen „East Belgium Karting Center“ eröffnet. Seitdem hat das Freizeitzentrum zahlreiche Höhen und Tiefen durchlebt, die zur heutigen erfolgreichen Geschäftsgrundlage geführt haben. Dies lässt einen positiven Blick in die Zukunft zu, in der auch einige Investitionen geplant sind.
Ein starkes Signal für Gleichberechtigung: Belgien ist in der aktuellen Rangliste der LGBTI+-Rechte in Europa auf den zweiten Platz vorgerückt. Das geht aus dem Jahresbericht der internationalen Organisation ILGA Europe hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Belgien überholte Island und liegt nun direkt hinter dem langjährigen Spitzenreiter Malta.
Wer seinen Stromverbrauch künftig besser plant, könnte bald von günstigeren Tarifen profitieren. Engie, Belgiens größter Stromanbieter, arbeitet derzeit an einem neuen Vertragsmodell mit sogenannten „Happy Hour“-Phasen, in denen Strom deutlich günstiger oder sogar kostenlos sein soll. Das bestätigte Unternehmenssprecherin Hellen Smeets am Mittwoch.