Es gibt eine neue Front in Russlands mehr als dreijährigem Angriffskrieg gegen die Ukraine. Zehntausende Soldaten greifen im Nordosten an. Doch der ukrainische Präsident gibt sich optimistisch.
Reden die Menschen in der Provinz Limburg tatsächlich gemächlicher als der Rest von Flandern? Der Eindruck hält sich hartnäckig – doch ein neues Sprachforschungsprojekt der Katholischen Universität Löwen (KU Leuven) räumt mit diesem Vorurteil auf.
Allein leben ist längst kein Ausnahmephänomen mehr: Mehr als ein Drittel der belgischen Haushalte besteht inzwischen aus nur einer Person. Genauer gesagt: 36,3 Prozent aller privaten Haushalte im Land sind Einpersonenhaushalte – Tendenz weiter steigend. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistikamts Statbel hervor.
Der Traum vom Frieden kennt keine Landesgrenzen – das beweisen 153 Kinder aus dem Süden Ostbelgiens mit eindrucksvollen Bildern. Im Rahmen des internationalen Friedensplakatwettbewerbs von Lions Clubs International haben Schülerinnen und Schüler im Alter von 11 bis 13 Jahren gezeigt, wie sie sich eine Welt in Harmonie vorstellen.
Noch nie seit ihrer Gründung im Jahr 2018 hat der Ombudsstelle für Gerichtsvollzieher so viele Fälle bearbeitet wie im vergangenen Jahr: 533 Vermittlungsanfragen zählte die Stelle 2024 – ein neuer Rekord. Damit setzt sich der Anstieg fort, der nach dem pandemiebedingten Rückgang wieder eingesetzt hat, wie aus dem neusten Jahresbericht hervorgeht.
In diesem Jahr halten sich deutlich weniger belgische Unternehmen mit bunten Regenbogenlogos oder Pride-Kampagnen zurück. Während früher im Juni vielerorts klare Zeichen für Diversität und LGBTQ+-Rechte gesetzt wurden, herrscht 2025 eine auffällige Zurückhaltung. Doch was steckt dahinter? Handelt es sich nur um eine Marketingstrategie – oder ist es Ausdruck eines gesellschaftlichen Klimawandels?
Die neue Saison der Jupiler Pro League startet am 25. Juli – doch knapp sechs Wochen vor dem Anpfiff weiß niemand genau, wo die Fans die Spiele live verfolgen können. Sicher ist nur: Die Art und Weise, wie belgischer Fußball konsumiert wird, steht vor einem grundlegenden Wandel. Die Verhandlungen zwischen DAZN, dem neuen Rechteinhaber, und den großen Netzbetreibern laufen auf Hochtouren – mit ungewissem Ausgang.
Wenn Alzheimer oder eine andere Form von Demenz so weit fortgeschritten ist, dass die Betroffenen weder ihre Angehörigen erkennen noch essen, trinken oder sich äußern wollen – darf man dann sterben dürfen?
Auf beiden Seiten gibt es Berichte über Tote und Verletzte. Mehrere Gebäude in Israel sind stark beschädigt. Auch aus der iranischen Hauptstadt Teheran werden Explosionen gemeldet.
Die weltweiten Ausgaben für Atomwaffen sind in den letzten fünf Jahren drastisch gestiegen – von 68 auf 100 Milliarden Dollar (rund 87 Milliarden Euro). Das geht aus einem neuen Bericht der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) hervor. Besonders besorgniserregend: Länder wie Belgien, auf deren Boden mutmaßlich US-Atomwaffen stationiert sind, verschleiern laut ICAN die tatsächlichen Kosten gegenüber der eigenen Bevölkerung.
Die Stadt Charleroi rollt dem Auto wieder den roten Teppich aus. Bürgermeister Thomas Dermine (PS) und Mobilitätsschöffin Alicia Monard (PS) kündigten Ende der Woche eine ganze Reihe neuer Maßnahmen an, die Autofahrern den Zugang zur Innenstadt erleichtern sollen.
Nach scharfer Kritik aus Israel hat die föderale Justizministerin Annelies Verlinden (CD&V) deutlich Stellung bezogen: Die Behauptung, Belgien sei nicht in der Lage, seine jüdische Gemeinschaft zu schützen, sei schlichtweg „absoluter Unsinn“. Das sagte sie in der VRT-Sendung „De afspraak op vrijdag“ – und reagierte damit auf einen umstrittenen Appell des israelischen Diaspora-Ministers Amichai Chikli, der jüdischen Bürgern in Belgien nahegelegt hatte, das Land zu verlassen.
Zum ersten Mal seit über 30 Jahren hat Belgien seine Spitzenbewertung bei der internationalen Ratingagentur Fitch verloren. Die Kreditwürdigkeit des Landes wurde von AA- auf A+ herabgestuft – ein Niveau, das Belgien zuletzt in den 1980er-Jahren innehatte. Auch die Region Brüssel-Hauptstadt wurde von Standard & Poor’s abgestuft – von A+ auf A mit negativen Aussichten. Beide Urteile sind Ausdruck wachsender Zweifel an der finanziellen Stabilität und politischen Handlungsfähigkeit des Landes.
Raphaël Liégeois, der nächste belgische Astronaut auf der Raumstation ISS, nimmt zwei typische Gerichte aus seiner Heimat mit ins All: überbackenen Chicorée mit Schinken und Käsesauce sowie Lütticher Fleischbällchen. Das teilt die europäische Raumfahrtagentur ESA mit.
Arbeitsminister David Clarinval (MR) hat im Kammerplenum bekräftigt, dass Menschen über 55 Jahre, die mindestens 30 Jahre berufstätig waren – auch in freiwilliger Teilzeit –, weiterhin unbefristet Arbeitslosengeld erhalten können.
Im Jahr 2022 hat der belgische Staat rund 17,9 Milliarden Euro an direkten und indirekten Subventionen für fossile Brennstoffe gezahlt – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Die Zahlen, die jetzt vom Finanz- und vom Gesundheitsministerium veröffentlicht wurden, zeigen: Die Energiekrise infolge des Ukrainekriegs hat zu einem drastischen Anstieg der staatlichen Unterstützungsmaßnahmen geführt.
Jugendliche geraten zunehmend ins Visier der belgischen Sicherheitsdienste: Bei fast jeder fünften Bedrohungsmeldung im Jahr 2024 handelt es sich um Minderjährige. Das geht aus dem unter der Woche veröffentlichten Jahresbericht des Koordinierungsorgans für Bedrohungsanalysen (KOBA) hervor. Besonders alarmierend: Die Radikalisierung junger Menschen verläuft oft rasant – und nahezu unsichtbar im Internet.
Die AS Eupen feiert ihren 80. Geburtstag: Am Freitagabend eröffnete der Klub mit einem Festakt im Alten Schlachthof seine große Ausstellung, die durch alle Höhen und Tiefen des ostbelgischen Klubs führt. Auch zahlreiche ehemalige Spieler waren mit dabei.
Der Tod des elfjährigen Fabian bei einer Polizeiverfolgung in einem Park der Brüsseler Gemeinde Ganshoren sorgt weiterhin für emotionale Reaktionen und politische Diskussionen. Während am Freitag rund hundert Polizisten in Brüssel ihre Solidarität mit dem angeklagten Kollegen zeigten, demonstrierten gleichzeitig auch mehrere hundert Menschen gegen Polizeigewalt und forderten Aufklärung.