Es war ein bitterer Abend für Belgiens Leichtathletik-Ikone Nafi Thiam: Die dreifache Olympiasiegerin und zweifache Weltmeisterin hat bei den Weltmeisterschaften in Tokio den Siebenkampf nach der fünften Disziplin, dem Weitsprung, entnervt abgebrochen. Ihr Coach Michael Van der Plaetsen sparte anschließend nicht mit scharfer Kritik – und machte den Leichtathletik-Verband für das Debakel mitverantwortlich.
Die Lage am Landesflughafen in Zaventem, auch als Brussels Airport bekannt, bleibt angespannt: Auch am Samstagmorgen sind die technischen Probleme nach einer massiven Cyberattacke noch nicht behoben. Neun Flüge mussten bereits gestrichen werden, rund 15 weitere sind verspätet – teils um mehr als eine Stunde. Das teilte der Pressedienst des Airports mit.
Am Montag steht im Parlament der DG die Aussprache über die Regierungserklärung von Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG) an. Dabei hatte er das zweite Sparpaket vorgestellt und damit den Rahmen für die politische Auseinandersetzung gesetzt, die auch die kommenden Wochen prägen wird.
Die einen arbeiteten sich nach einer Auftaktpleite in die Top Drei vor, bei den anderen geriet der Motor zuletzt ins Stocken: Mit Rocherath und Kelmis treffen am Sonntagnachmittag (15 Uhr) zwei Teams aufeinander, die einen völlig gegenläufigen September erleben – und bei denen auch der Blick in die Vergangenheit einen interessanten Unterschied aufweist.
Was aus einer Endarbeit entstand, ist heute, 30 Jahre später, fester Bestandteil der ostbelgischen Erwachsenenbildungslandschaft: Im Herbst 1995 erblickte die Akademie 50+ (damals noch Seniorenakademie) der Volkshochschule (VHS) das Licht der Welt. Damals wie heute ist das Ziel klar: Den Wissensdurst der Teilnehmer stillen, einen Raum für Diskussionen bieten und wichtige soziale Kontakte ermöglichen.
Die Föderalrgierung plant, im Kampf gegen Steuerbetrug die Geldflüsse der Bürger systematisch mithilfe von Datenanalysen und Algorithmen zu durchleuchten – und entfacht damit einen heftigen politischen und rechtlichen Streit.
Die Pensionsfonds haben im ersten Halbjahr 2025 nur eine Rendite von 0,25 Prozent erzielt. Angesichts der guten Entwicklung an den europäischen Aktienmärkten mag dieses schwache Ergebnis überraschen.
Die Föderalregierung hat am Freitag grünes Licht für eine Ausgleichsregelung zugunsten der ÖSHZ gegeben. Damit sollen die Sozialdienste für die Folgen der zeitlichen Begrenzung des Arbeitslosengeldes ab 2026 entschädigt werden. Wer seine Unterstützung verliert und keinen Job findet, kommt für ein Eingliederungseinkommen infrage.
Zwei Drittel der Arbeitnehmer, die auf das sogenannte Mobilitätsbudget zurückgreifen, nutzen es nicht für Fahrrad oder Bus, sondern lassen sich damit ihre Wohnkosten erstatten, wie die Brüsseler Tageszeitung „Le Soir“ berichtet.
Der Staatsrat hat die Rechtsbeschwerde von Siemens Mobility gegen die Vergabepläne der Eisenbahngesellschaft SNCB zurückgewiesen. Das deutsche Unternehmen wollte verhindern, dass der spanische Hersteller CAF (Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles) den Zuschlag für die Lieferung von Hunderten neuen Triebwagen des Typs AM30 erhält.
Während auf föderaler Ebene die Haushaltsdiskussionen seit Wochen Schlagzeilen machen, schien es in der Wallonischen Region zunächst etwas ruhiger zuzugehen. Doch auch in der Koalition MR-Les Engagés liegen die Nerven inzwischen blank. Wegen der schwierigen Haushaltsberatungen und einer große Gewerkschaftsdemonstration, die kommende Woche durch Namur ziehen wird.
Zum Auftakt gab es noch einen überzeugenden 4:1-Sieg gegen Manage, seitdem stottert der Motor der Union Kelmis allerdings deutlich. Jeweils mit nur einem Tor Abstand setzte es drei Niederlagen, zuletzt bei Ostiches-Ath. Gegen Sporting Brüssel soll nun die Serie unterbrochen werden.
Wenn Raeren-Eynatten am Sonntagnachmittag (15 Uhr) gegen Ganshoren auf den Platz läuft, steht auf dem Schiedsrichterblatt unter anderem die Nummer 41 – und die trägt seit wenigen Tagen Mohamed Cissé, der neuste RFC-ler mit einer für Regionalfußball-Verhältnisse und angesichts seiner erst 19 Jahre illustren Vergangenheit.
Das Théâtre national Wallonie-Bruxelles (ehemals Théâtre national de Belgique) besteht seit 80 Jahren. Anstatt mit einer großen Jubiläumsgala zu feiern, setzt die Direktion um Pierre Thys auf eine nach vorn gerichtete Perspektive. Der Direktor spricht von einer „dynamisierten Nationaltheater-Denkweise“: Aus der reichen Vergangenheit sollen Impulse für die Zukunft gewonnen werden – mit dem Ziel, das Verhältnis zum Publikum neu zu beleben.
Nach monatelanger Blockade kommt in der Region Brüssel erstmals Bewegung in die politischen Gespräche: Der Brüssseler MR-Vorsitzende David Leisterh will gemeinsam mit fünf Parteien eine mehrjährige Haushaltsplanung ausarbeiten – ohne Beteiligung von N-VA und CD&V und damit ohne Mehrheit auf flämischer Seite.
Dass der FC Eupen ausgerechnet gegen Verlaine seinen ersten Sieg einfahren würde, hätte vor der Saison wohl niemand gedacht. Viele Trainer, inklusive Andy Malmendier, hatten den Absteiger aus der 2. Division Amateure zusammen mit der U23 der AS Eupen zum absoluten Titelfavoriten ernannt.
Die SP Ostbelgien und die Fédération du PS de Verviers möchten die jüngst angekündigte Schließung der Steuerämter in St.Vith und Verviers nicht kampflos hinnehmen. Sie plädieren stattdessen für eine Aufrechterhaltung öffentlicher Dienstleistungen im ländlichen Raum – notfalls in abgeänderter Form.
In der 2. Provinzklasse C deutet sich jetzt schon ein spannendes Rennen im Kampf um die Meisterschaft an. Tabellenführer Stavelot wird von einem Trio an DG-Klubs verfolgt. Neben Rocherath (neun Punkte) heißen St.Vith (neun) und Honsfeld (acht) die ärgsten Verfolger. Die beiden Letztgenannten treffen am Samstagabend (20 Uhr) in der Büchelstadt aufeinander.