Unbekannte laden Sperrmüll in Eupener Burgundstraße ab

„Gegen 14 Uhr hörte ich draußen einen lauten Knall. Als ich aus dem Fenster schaute, sah ich ein Mädchen in Richtung Judenstraße laufen“, berichtet Melanie Bosten-Schmitz, die sich hilfesuchend via Facebook an die Redaktion gewandt hat. „Meine Nachbarin hat noch sechs weitere Kinder weglaufen sehen.“ Möglicherweise haben die Kinder den Sperrmüll ein paar Straßen weiter „aus Jux mitgenommen“, doch in der näheren Umgebung habe sie kein Haus ausmachen können, vor dem weiterer Sperrmüll zur Abholung bereitstand.

Die Anwohnerin der Burgundstraße hatte daraufhin die Polizei alarmiert, die die Übeltäter zwar nicht an Ort und Stelle fassen konnte, den Zwischenfall aber zu Protokoll gebracht hat. „Die Sache verläuft nicht im Sande. Wir ermitteln weiter“, verspricht Eric Hellebrandt, Pressesprecher der Polizeizone Weser-Göhl. Auch wenn die Aussichten auf Erfolg eher gering sind. „Schwierig, aber nicht ausgeschlossen“, so Hellebrandt.

In jedem Fall sei die Sache „kurios“, wie Eric Hellebrandt zu bedenken gibt: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Kinder den Sperrmüll kilometerweit geschleppt haben. Aber ich möchte auch keine Vermutungen anstellen.“

Bleibt die Frage, wer in einem solchen Fall für die Entsorgung des Sperrmülls zuständig ist? „Auch wenn es für Geschädigte nicht zufriedenstellend sein dürfte: Liegt der Sperrmüll auf ihrem Grundstück, sind sie selbst für die Entsorgung zuständig.“ Weil Melanie Bosten-Schmitz Anzeige gegen Unbekannt erstattete, hat die Stadt Eupen den Unrat abgeholt. „Abgesehen von der Lauferei zur Polizei ist uns ja zum Glück kein Schaden entstanden“, so die 45-Jährige. Sie hofft, dass die Veröffentlichung im GrenzEcho zur Aufklärung des Vorfalls führt. Wer etwas beobachtet hat, kann sich an die Polizei in Eupen wenden.

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