Am Rande des EU-Gipfels sprachen De Wever und Selenskyj über die militärische Unterstützung für die Ukraine. Dabei stand auch die seit Längerem angekündigte Lieferung belgischer F-16-Kampfflugzeuge auf der Tagesordnung.
„Die Ukraine braucht dringend einsatzfähige Kampfflugzeuge, und wir können dazu einen Beitrag leisten“, erklärte De Wever in der Nacht zum Freitag. Einzelheiten des bilateralen Gesprächs wollte der Premierminister nicht preisgeben. Dass die F-16-Lieferungen Thema waren, bestätigte er jedoch ausdrücklich.
Verzögerungen durch neue F-35
Bereits die vorherige belgische Regierung hatte zugesagt, der Ukraine bis 2028 insgesamt 30 F-16 zu überlassen. Die Flugzeuge sollen schrittweise abgegeben werden, sobald Belgien selbst ausreichend neue F-35-Kampfjets erhalten hat.
Genau dort kam es allerdings zu Verzögerungen. Weil sich die Auslieferung der F-35 länger hinzog als ursprünglich vorgesehen, konnte Belgien seine bisherigen F-16 nicht so schnell abgeben wie geplant.
„Wir haben uns wegen der längeren Lieferfristen bei den F-35 etwas verspätet. Aber diese treffen nun allmählich ein, sodass wir F-16 an die Ukraine übergeben können“, erklärte De Wever. „Wir werden noch in diesem Jahr zehn Maschinen liefern.“
Neben den Kampfjets ging es bei dem Treffen auch um die Versorgung mit Munition für die F-16, die vom belgischen Rüstungsunternehmen FN Herstal hergestellt wird.
Weitere Unterstützung für die Ukraine
Auch über den künftigen Finanzbedarf der Ukraine wurde gesprochen. De Wever bekräftigte dabei seine Unterstützung für Kiew und sprach sich für eine Fortsetzung der europäischen Hilfe aus. „Ich habe deutlich gemacht, dass die Europäische Union die Ukraine meiner Ansicht nach weiterhin unterstützen muss“, sagte der Premierminister.
Er habe eine klare Vorstellung davon, wie diese Unterstützung finanziert werden könne. Darüber sei bislang noch nicht gesprochen worden, das Thema dürfte aber am Freitag auf die Tagesordnung kommen.
Selenskyj wird ab 10 Uhr offiziell an den Beratungen der europäischen Staats- und Regierungschefs in Brüssel teilnehmen. (belga/calü)

Kommentare
Hat der Staatschef noch nicht genug von Belgien erhalten?
Und unseren Oberhäupter sehen sicher nicht was im eigenen Land passiert.
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