Die Strecke habe zwischen einem Natura-2000-Gebiet und einem Wald mit hohem landschaftlichem Wert gelegen, sagte die Lontzenerin. Rund 350 Beteiligte hätten mit ihren Wohnmobilen auf Wiesen direkt an den Grundstücksgrenzen mehrerer Nachbarn campiert. Der Veranstalter habe angekündigt, dort weitere Rennen und wenn möglich eine feste Strecke einrichten zu wollen. Das passe nicht zum Richtlinienprogramm der Mehrheit. Darin heißt es: „Unsere Tourismuspolitik setzt konsequent auf nachhaltige, ökologische und regionale Ansätze.“ Evelyn Jadin (Energie) aus dem Gemeindekollegium habe Betroffenen bei einem Treffen am 25. August mündlich zugesichert, dass eine dauerhafte Strecke nicht infrage komme. Diese Zusage wollte Gisela Hehemeyer nun vom Kollegium bestätigt haben.
In ihrer Antwort verwies Evelyn Jadin darauf, dass die Umweltgenehmigung ausschließlich für das Rennwochenende gegolten habe. Eine dauerhafte Nutzung als Renn- oder Trainingsstrecke erlaube sie nicht. Das Rennen werde noch ausgewertet. Über einen neuen Antrag entscheide am Ende der technische Dienst der Wallonischen Region. Die Forstverwaltung habe sich vorbehalten, ihre Haltung bei einer erneuten Nutzung zu überdenken. Eine verbindliche Zusage könne die Gemeinde deshalb nicht geben. „Ich kann verstehen, dass das frustrierend ist, aber es ist eine ehrliche Antwort“, so die Schöffin.
Gisela Hehemeyer bedauerte, dass sich die Gemeinde nicht festlegen wolle. Ihr Haus brauche neue Fenster und eine neue Heizung. „Soll ich noch investieren? Soll ich verkaufen?“, fragte sie. Sie wünsche sich bald eine klare Haltung der Gemeinde, nicht erst, wenn der Verein den nächsten Antrag stellt. (max)

Kommentare
Ich bin für eine ständige Renn- und Trainingsstrecke, Sport und Nachwuchs soll gefördert werden oder gibt es in Lontzen nur der KSC der Unterstützung der Gemeinde bekommt ?
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