Die Partie war für den 22. Oktober in Löwen vorgesehen. Union kann seine Europapokal-Heimspiele nicht im eigenen Joseph-Marien-Stadion im Dudenpark austragen, da die Spielstätte nicht den Anforderungen der UEFA entspricht. Deshalb wollten die Brüsseler für ihre Heimspiele in der Europa League erneut auf das Stadion in Löwen ausweichen.
Die Stadt hatte am Dienstag jedoch entschieden, die Begegnung mit Hapoel Be’er Sheva dort nicht zuzulassen. Als Grund wurden Sicherheitsbedenken und das Risiko möglicher Ausschreitungen im Zusammenhang mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt genannt.
Genau diese Begründung weist das CCOJB zurück. Das Komitee wirft dem Löwener Bürgermeister Mohamed Ridouani (Vooruit) vor, sich seiner Verantwortung für die öffentliche Sicherheit zu entziehen. „Es ist Aufgabe des Bürgermeisters, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten, und es ist unverantwortlich, sich dieser Verantwortung zu entziehen“, heißt es in einer Mitteilung.
Nach Auffassung des CCOJB stehen hinter der Entscheidung nicht in erster Linie Sicherheitsbedenken. Das Komitee bringt das Verbot vielmehr mit einem „Hass auf Israel“ in Verbindung und wertet die Entscheidung als Ausdruck von Antisemitismus.
Union Saint-Gilloise muss damit für die Europa-League-Partie gegen Hapoel Be’er Sheva nach einer anderen, von der UEFA zugelassenen Spielstätte suchen. (belga/calü)

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