Die Entscheidung fiel am Montagabend im Löwener Stadtrat. Bürgermeister Mohamed Ridouani (Vooruit) erklärte dort, Union Saint-Gilloise sei in der Stadt grundsätzlich weiterhin willkommen. Bei Spielen gegen israelische Mannschaften wolle Löwen jedoch eine einheitliche Linie verfolgen.
Bereits zuvor hatte Ridouani Begegnungen belgischer Nationalmannschaften gegen Israel in Löwen untersagt – sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen.
Auch Geisterspiel kommt nicht infrage
Auch eine Austragung der Partie ohne Zuschauer ist für den Bürgermeister keine Alternative. Es bestehe die Gefahr, dass sich Menschen stattdessen außerhalb des Stadions versammelten. Die möglichen Folgen für die öffentliche Sicherheit könne die Stadt nicht ausreichend kontrollieren beziehungsweise garantieren.
Für Union beginnt damit die Suche nach einem neuen Austragungsort. Der Brüsseler Club hat sich bislang nicht öffentlich zu der Entscheidung geäußert. Eine mögliche Ersatzlösung müsste zudem von der UEFA genehmigt werden.
Im eigenen Joseph-Marien-Stadion im Dudenpark kann Union seine Europapokalspiele nicht austragen, da die Spielstätte nicht den Anforderungen der UEFA entspricht. Deshalb weicht der Verein für internationale Heimspiele nach Löwen aus.
Andere Europapokalspiele bleiben in Löwen
Die Entscheidung der Stadt betrifft nach aktuellem Stand ausschließlich die Begegnung mit Hapoel Be’er Sheva. Die übrigen Europa-League-Heimspiele von Union sollen weiterhin im Den Dreef ausgetragen werden.
Dort empfängt der belgische Club in der Ligaphase Celtic Glasgow, Real Sociedad und Lech Posen. Für das Duell mit Hapoel Be’er Sheva am 22. Oktober muss Union dagegen nun kurzfristig eine andere Spielstätte finden. (belga/calü)

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