Nach drei Jahren: Todesumstände von Céline Cremer in Tasmanien geklärt

<p>Mehr als drei Jahre nach dem Verschwinden der Belgierin Céline Cremer in Tasmanien sind die Umstände ihres Todes weitgehend geklärt.</p>
Mehr als drei Jahre nach dem Verschwinden der Belgierin Céline Cremer in Tasmanien sind die Umstände ihres Todes weitgehend geklärt. | Fotos: Polizei & afp / Collage: GrenzEcho

Das berichtet die australische Rundfunkanstalt ABC. Cremer war im Juni 2023 während einer Reise durch Tasmanien verschwunden. Erst im Januar dieses Jahres entdeckte ein freiwilliger Helfer menschliche Überreste in einer abgelegenen Gegend an der Westküste der australischen Insel. Einen Monat später bestätigte die tasmanische Polizei, dass es sich um die vermisste Belgierin handelte.

Die Untersuchungen zeichnen nun nach, was sich am Tag ihres Verschwindens abgespielt haben dürfte. Demnach geriet Cremer bei einer Wanderung vom richtigen Weg ab und verirrte sich anschließend immer tiefer in dem unwegsamen Gelände.

„Ihr Tod war das Ergebnis einer Verkettung von Umständen, die damit begann, dass sie nach ihrem Besuch des Aussichtspunkts an den Philosopher Falls den Weg in Richtung Magnet Dam nahm, anstatt direkt zum Parkplatz zurückzukehren“, erklärte der Gerichtsmediziner. Eine „Verkettung von Fehlern“ habe letztlich zu ihrem Tod geführt.

GPS-Daten zeichnen ihren Weg nach

Eine entscheidende Rolle bei der Rekonstruktion spielten die GPS-Daten von Cremers Mobiltelefon. Sie ermöglichten den Ermittlern, ihre Bewegungen am Nachmittag ihres Verschwindens zumindest teilweise nachzuvollziehen.

Die allein reisende Belgierin verließ demnach gegen 14.18 Uhr den Parkplatz, an dem sie ihr Auto abgestellt hatte, und machte sich auf den Weg zu den Philosopher Falls. Anschließend brach das GPS-Signal für einige Zeit ab – vermutlich, weil Cremer ihr Smartphone während der Wanderung nicht benutzte.

Um 15.32 Uhr tauchte wieder ein Signal auf. Zu diesem Zeitpunkt befand sie sich bereits deutlich hinter dem Wasserfall. Nach Einschätzung des Gerichtsmediziners Rob Parsons deutet dies darauf hin, dass Cremer aus unbekannten Gründen nicht auf dem Wanderweg zum Parkplatz zurückkehrte. Stattdessen folgte sie einem alten Wasserkanal weiter durch die Landschaft.

Die GPS-Daten legen nahe, dass sie nach einiger Zeit bemerkte, dass sie sich verirrt hatte. Offenbar nahm Cremer ihr Smartphone zur Hand und versuchte mithilfe von Google Maps, den richtigen Weg zurückzufinden. Zunächst ging sie entlang des Kanals wieder zurück.

Gegen 15.40 Uhr änderte sie jedoch plötzlich ihre Richtung. Sie bewegte sich nach Süden, durchquerte dichte Vegetation und stieg einen Hügel hinauf. Bilder aus dem Gebiet zeigen ein äußerst schwieriges Gelände mit moosbewachsenen Baumstämmen, Felsen und stellenweise kaum passierbarer Vegetation.

Nachdem sie die Anhöhe erreicht hatte, stieg Cremer offenbar auf der anderen Seite wieder hinab, bevor sie erneut umkehrte und ihren Weg zurückverfolgte. Um 16.18 Uhr wurde schließlich das letzte GPS-Signal ihres Mobiltelefons aufgezeichnet.

Was danach genau geschah, lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Die gerichtsmedizinischen Untersuchungen kommen jedoch zu dem Schluss, dass Cremer in der tasmanischen Wildnis nach einer Reihe unglücklicher Entscheidungen ums Leben kam. Hinweise auf ein Fremdverschulden wurden ausgeschlossen. (calü)

Kommentare

  • Eine Verkettung von Fehlentscheidungen?!?! Ist sie gestürzt wurde sie von einem Tier angefallen. Diese drumherum gelaber

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