Die jährlich organisierte Wanderung soll Solidarität mit Menschen auf der Flucht zeigen und zugleich Geld für deren Unterstützung sammeln. Bereits 1.413 Teilnehmer in 324 Teams haben sich nach Angaben der Organisation angemeldet. Zur Auswahl stehen Strecken über 20 und 40 Kilometer, die durch die Hauptstadt und den grünen Rand rund um Brüssel führen.
Die Teilnehmer sammeln dabei nicht nur selbst Spenden, sondern sollen auch Freunde, Familienangehörige und Kollegen für die Aktion mobilisieren.
Kritik am Abbau von Aufnahmeplätzen
Für das flämische Flüchtlingswerk erhält die diesjährige Ausgabe vor dem Hintergrund der belgischen Asylpolitik eine zusätzliche Bedeutung. Die Hilfsorganisation verweist auf den weiteren Abbau von Aufnahmeplätzen. Bereits in der kommenden Woche sollen demnach erneut Plätze aus dem Aufnahmenetz wegfallen, obwohl schon jetzt Menschen und Familien Gefahr liefen, ohne Unterkunft dazustehen.
„In einem Moment, in dem der Schutz abgebaut wird, macht der Refugee Walk sichtbar, wie viele Menschen sich dafür entscheiden, selbst etwas zu tun“, erklärt Tine Claus, Direktorin vom flämischen Flüchtlingswerk.
Die Einnahmen der Wanderung fließen in Informationsangebote, Begleitung und juristische Unterstützung für Geflüchtete. Mit den Spendengeldern des vergangenen Jahres konnten nach Angaben der Organisation mehr als 25.000 Menschen nach ihrer Ankunft in Brüssel informiert und unterstützt werden. Knapp 1.500 Menschen wurden auf Gespräche im Rahmen ihres Asylverfahrens vorbereitet, weitere 4.036 erhielten kostenlose Rechtsberatung.
Auch einige bekannte Gesichter gehen im Oktober mit an den Start. Schauspielerin Joke Emmers nimmt die 20-Kilometer-Strecke in Angriff, auch Autorin und Theatermacherin Hind El Jadid ist dabei. Beim Refugee Walk gehe es „um Menschen, um Menschenleben“, betont El Jadid.
Wer ebenfalls mitwandern möchte, kann sich noch bis zum 14. September HIER anmelden. (belga/calü)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren