Entdeckt wurde das Gold bei Erdarbeiten für die Verlegung einer Kanalisation auf dem Gelände an der Van Langenhovestraat. Dort erweitert die Organisation CAW Ost-Vlaanderen ihre Unterbringungsmöglichkeiten für Menschen in schwierigen Wohnsituationen. Unter anderem entstehen sechs zusätzliche Wohnstudios.
Nach Angaben von CAW-Direktor Geert Hillaert waren die nummerierten Goldbarren und alten Goldmünzen in einer Kiste im Keller versteckt. Das Bauunternehmen verständigte unmittelbar nach dem Fund die Polizei. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der gesamte Schatz beschlagnahmt. Die Behörden untersuchen nun, woher das Gold stammt und ob es möglicherweise als verloren oder gestohlen gemeldet wurde. Die Polizei übergab den Fund nach eigenen Angaben an die föderalen Behörden, wo er in einem Hochsicherheitstresor aufbewahrt wird. Gleichzeitig appellierte sie an Schaulustige und Schatzsucher, das Gelände nicht aufzusuchen.
Herkunft des Goldes noch rätselhaft
Bislang ist unklar, wem das Gold gehört und wie es in den Keller gelangte. Der frühere Bürgermeister von Dendermonde und Historiker Piet Buyse erklärte dem flämischen Rundfunk VRT, das Grundstück habe einst einer wohlhabenden Brauereifamilie gehört. Diese habe es später der Kirche überlassen – unter der Bedingung, dass es für wohltätige Zwecke genutzt werde. Sollte sich bei den Ermittlungen herausstellen, dass keine anderen rechtmäßigen Eigentümer Ansprüche auf den Fund haben, könnte das Gold an die Stiftung „Patrimonium Oost-Vlaamse Welzijnsorganisaties“ fallen. Diese besitzt das Gelände. Die Stiftung hat bereits angekündigt, einen möglichen Erlös für zusätzliche Wohnungen für Menschen in prekären Wohnverhältnissen in Ostflandern verwenden zu wollen. Bis zur Klärung der Herkunft und der Eigentumsverhältnisse will CAW Ost-Vlaanderen jedoch keine Aussagen über den endgültigen Verbleib oder den genauen Wert des Schatzes machen. „Die zuständigen Behörden müssen jetzt zunächst ihre Arbeit machen“, erklärte Hillaert. Herkunft und Eigentumsverhältnisse seien derzeit noch ungeklärt. Die Ermittlungen könnten längere Zeit dauern. (belga/sc)

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