Organisiert wurde die Kundgebung von der Tierrechtsorganisation Bite Back anlässlich des Welttags zum Schutz sogenannter liminaler Tiere. Damit sind Tiere gemeint, die frei in Städten und deren Randgebieten leben, ohne eindeutig als Haus- oder Wildtiere zu gelten.
Das Video zeigt die Aktion der Tierschützer.
„Wir sind der Ansicht, dass Tauben in der Brüsseler Gesetzgebung stärker berücksichtigt werden müssen“, erklärte Anthe Lainé, Kampagnenkoordinatorin bei Bite Back. In Brüssel gebe es viele Tauben, zugleich genössen sie kaum Schutz. Die Teilnehmer hielten Schilder mit Aufschriften wie „Seid freundlich zu Tauben“ und „Auch Tauben sind Stadtbewohner“ hoch. Zudem verteilten sie Informationsblätter und warben für eine Petition. Darin fordert die Organisation ein klares Fütterungskonzept für Tauben in der Hauptstadt sowie den Einsatz von Verhütungsmitteln, um die Population zu verkleinern. Eine geringere Zahl an Tauben sei sowohl für die Menschen als auch für die Tiere selbst von Vorteil, argumentieren die Organisatoren. Die Tiere könnten sich dann besser ernähren und seien weniger anfällig dafür, Krankheiten zu bekommen oder zu übertragen. Nach Angaben von Bite Back finden Tauben in Brüssel derzeit zu wenig geeignetes Futter. Vieles von dem, was sie aufnehmen, sei gesundheitsschädlich.
Die Aktivisten machten außerdem auf Verletzungen aufmerksam, die durch herumliegenden Müll entstehen. Fäden, Plastik oder Haare könnten sich um die Beine der Tiere wickeln, Zehen abschnüren und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Bite Back erinnerte zugleich daran, dass Tauben früher vom Menschen domestiziert und unter anderem zur Nachrichtenübermittlung eingesetzt wurden. Seit sie dafür nicht mehr gebraucht würden, seien viele Tiere sich selbst überlassen. Dadurch hätten sie einen Teil ihrer natürlichen Instinkte verloren und ernährten sich in den Städten vor allem von den Resten, die Menschen zurückließen. (belga/sc)

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