„Magie ist zurück“: Mitglieder bestätigen Schalke-Boss Hefer

<p>Auf der Mitgliederversammlung hört Schalkes Aufsichtsratschef Axel Hefer zwar vereinzelt Kritik, aber deutlich mehr Lob.</p>
Auf der Mitgliederversammlung hört Schalkes Aufsichtsratschef Axel Hefer zwar vereinzelt Kritik, aber deutlich mehr Lob. | Foto: Tim Rehbein/dpa

Die Vereinsmitglieder von Aufsteiger FC Schalke 04 haben den Aufsichtsratsvorsitzenden Axel Hefer in dem Kontrollgremium bestätigt.

Auf der Mitgliederversammlung in der Veltins-Arena votierte nach emotionaler Aussprache eine klare Mehrheit für die Wiederwahl des 2021 erstmals angetreten 49-Jährigen. Den zweiten zu besetzenden Platz im Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten erhielt ebenfalls per Wiederwahl Holger Brauner. Von mehr als 220.000 Vereinsmitgliedern waren 4.902 Stimmberechtigte anwesend. Die Vereinsführung erhielt zwar auch vereinzelt Kritik für die schwierige finanzielle Situation, wurde aber vornehmlich für die Rückkehr in die Bundesliga gelobt. „Auf Schalke ist die Magie zurück“, rief ein Fan ins Mikrofon. Schon zu Beginn hatten bei einer Abstimmung 3.538 Mitglieder angegeben, mit der aktuellen Ausrichtung des Vereins zufrieden zu sein. Vorstandschef Matthias Tillmann forderte dazu auf, als Verein mit der zuletzt gezeigten „Geschlossenheit in den kommenden Monaten genauso weiterzumachen“.

Zersplitterte Fan-Szene

In der zersplitterten Schalker Fanszene indes gibt es Differenzen über die Modalitäten zur Entsendung eines Fanvertreters in den Aufsichtsrat. Bislang genießt der „Schalker Fan-Club Verband“ dieses Recht exklusiv. Andere Fangruppierungen kritisieren das. Doch erst auf der Mitgliederversammlung im nächsten Jahr soll darüber diskutiert und dann womöglich über eine Satzungsänderung abgestimmt werden. Auch über die Dauerkartenverteilung gab es zuletzt unterschiedliche Ansichten. Der FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V. ist aktuell einer von fünf Bundesliga-Vereinen, der seine Fußballmannschaft nicht in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert hat. Bei ihnen ist der Einfluss der Mitglieder größer.

Schalke drohen Punktabzüge.

Schalke kehrt nach drei Jahren zurück in die Bundesliga. Sportvorstand Frank Baumann ehrte die Mannschaft auf der Bühne unter dem Jubel der Fans. Doch die Zukunft wird herausfordernd. Gemäß der Eigenkapitalregel des Bundesliga e.V. muss der Club sein negatives Eigenkapital von knapp 100 Millionen Euro um 10 Prozent pro Saison verringern, sonst drohen Punktabzüge. „Dazu sind Transfererlöse notwendig“, sagte Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers unmissverständlich und fand: „Das ist der größte Wettbewerbsnachteil in der Schalker Geschichte.“ Baumann betonte: „Wir müssen den Spagat zwischen sportlichem Erfolg und Transfererlösen hinbekommen.“ (dpa/sc)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment