Spahn begründet seinen Schritt damit, dass der Konflikt zwischen seiner privaten Entscheidung und seinem politischen Amt größer geworden sei, als er erwartet habe. „Der Spagat zwischen meiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der nachvollziehbaren Erwartung an mich als Vorsitzenden unserer Fraktion“ sei zu groß geworden, schreibt er.
Zugleich betont Spahn, die öffentliche Debatte habe ihn nachdenklich gemacht. „Meine Familie ist mir das Wichtigste“, heißt es in dem Schreiben. Er appelliert außerdem an einen respektvollen Umgang: „Lasst uns bei aller Klarheit und Entschiedenheit in der Sache immer auch menschlich im Ton bleiben.“ Nach eigenen Angaben informierte Spahn CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz sowie CSU-Chef Markus Söder über seinen Rücktritt und dankte beiden für das entgegengebrachte Vertrauen. Der Druck auf Spahn hatte sich in den vergangenen Tagen deutlich erhöht. Nachdem bekannt geworden war, dass er und sein Ehemann mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden sind, warfen ihm Parteikollegen vor, mit seinem privaten Handeln den Positionen der CDU zur Leihmutterschaft zu widersprechen. Zuvor hatte Merz Spahn bereits zum Rücktritt als Fraktionschef aufgefordert. (dpa/sc)

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