Die Region Brüssel-Hauptstadt zählte zu Jahresbeginn rund 1,25 Millionen Einwohner. In der Wallonie lebten 3,7 Millionen Menschen, in Flandern knapp 6,9 Millionen.
Seit 1830 ist die Einwohnerzahl fast durchgehend gestiegen. Spuren hinterließen jedoch die beiden Weltkriege. Zwischen 1910 und 1920 sank die Bevölkerung leicht von 7,42 auf 7,40 Millionen Menschen. Gründe waren die hohe Zahl der Todesfälle und der starke Rückgang der Geburten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum durch den Babyboom und den wirtschaftlichen Wiederaufbau erneut. Die Marke von zehn Millionen Einwohnern überschritt Belgien 1992.
Auch jüngere internationale Entwicklungen spiegeln sich in den Zahlen wider. Während der Corona-Pandemie verlangsamte sich das Wachstum 2020 wegen der Übersterblichkeit und der geringeren internationalen Migration.
Im Jahr 2022 stieg die Einwohnerzahl dagegen außergewöhnlich stark um 113.000 Menschen. Laut Statbel war dies einer der größten Zuwächse der vergangenen Jahrzehnte. Hauptgrund war die verstärkte Zuwanderung infolge des Krieges in der Ukraine.
Seit Beginn der 2000er-Jahre ist die internationale Migration der wichtigste Motor des Bevölkerungswachstums. Belgien verzeichnet regelmäßig mehr Todesfälle als Geburten, weshalb der Wanderungssaldo für die Bevölkerungsentwicklung zunehmend an Bedeutung gewinnt. (belga/rt)

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