Mit dem Verkauf der Vignetten rechnet die flämische Regierung bei einheimischen Autofahrern mit Einnahmen von 399 Millionen Euro. Dem steht eine Senkung der Verkehrssteuer um 335 Millionen Euro gegenüber.
Die flämische Regierung hatte angekündigt, dass die Einführung der Straßenmaut für die Einwohner Flanderns insgesamt haushaltsneutral ausfallen soll. Ziel ist vor allem, ausländische Fahrer an den Kosten für die Nutzung der flämischen Autobahnen und Regionalstraßen zu beteiligen.
Nach Angaben des Kabinetts Weyts entfallen die zusätzlichen Einnahmen von 55 Millionen Euro vollständig auf Leasingfahrzeuge und Lieferwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen.
Für privat genutzte Personenwagen soll die Kombination aus Vignette und Reform der Verkehrssteuer dagegen keine zusätzlichen Kosten verursachen. Bei Firmenwagen ist jedoch keine Senkung der Verkehrssteuer vorgesehen.
Für Lieferwagen soll es lediglich einen pauschalen Nachlass auf die bereits vergleichsweise niedrige Verkehrssteuer geben. Dadurch werden die Kosten für die Vignette nicht vollständig ausgeglichen. (belga/rt)

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