Gerade im Sommer, wenn Festivals, Konzerte, Terrassenabende und andere Festlichkeiten Hochsaison haben, steigt für viele Menschen auch die Versuchung, Drogen zu konsumieren. Die AWSR erinnert jedoch daran, dass selbst gelegentlicher Konsum und geringe Mengen mit dem Führen eines Fahrzeugs nicht vereinbar sind.
Besonders im Fokus der Kampagne stehen Cannabis und Lachgas (Distickstoffmonoxid), da beide Substanzen vorwiegend bei jüngeren Menschen weitverbreitet sind. Laut einer Umfrage der AWSR gaben in der Wallonie zwei Prozent der Autofahrer an, weniger als eine Stunde vor einer Fahrt Lachgas konsumiert zu haben. Bei den 18- bis 34-Jährigen steigt dieser Anteil sogar auf nahezu sieben Prozent.
Auch Cannabis spielt eine zentrale Rolle. Unter den Fahrern, die bereits einmal unter Drogeneinfluss am Straßenverkehr teilgenommen haben, erklärten 73 Prozent, Cannabis konsumiert zu haben. Damit ist es die mit Abstand am häufigsten genannte Droge im Straßenverkehr.
Die Kampagne setzt auf Videos in sozialen Netzwerken sowie auf Plakate in Diskotheken und Bars. Thematisiert wird dabei insbesondere der soziale Druck, dem Fahrer in Feier- und Freundeskreisen häufig ausgesetzt sind. Die Botschaft lautet: „Nein zu sagen ist die richtige Entscheidung – und eine Entscheidung, die Respekt verdient.“ Ergänzend wird ein Informationsvideo über die Auswirkungen von Lachgas veröffentlicht.
In Belgien gilt beim Fahren unter Drogeneinfluss eine Null-Toleranz-Politik. Wer bei einer Kontrolle positiv getestet wird, muss seinen Führerschein für mindestens 15 Tage abgeben. Ferner drohen hohe Geldstrafen, ein längerfristiger Führerscheinentzug und sogar eine Gefängnisstrafe.
Die Zahl der Verstöße wegen Drogen am Steuer ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Nach Schätzungen kommen auf den wallonischen Straßen jedes Jahr rund 22 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, die mit dem Konsum von Drogen oder Medikamenten in Verbindung stehen. (belga/calü)

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