In den ersten drei Monaten des Jahres wurden landesweit 8.167 Unfälle mit Personenschaden registriert. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 8.054. Das entspricht einem Anstieg von lediglich einem Prozent und bestätigt die weitgehend stabile Entwicklung auf Belgiens Straßen.
Positiv fällt hingegen die Entwicklung bei den schweren Unfällen aus. Vias misst deren Schwere anhand der Zahl der Verkehrstoten pro 1.000 Unfälle mit Personenschaden. Dieser Wert lag im ersten Quartal 2026 bei acht Todesopfern pro 1.000 Unfällen – der niedrigste Stand seit zehn Jahren.
Nach Einschätzung des Instituts spielen die zunehmenden Geschwindigkeitskontrollen dabei eine wichtige Rolle. Insbesondere die Ausweitung der Abschnittskontrollen („Section Control“) habe nachweislich zu einer höheren Verkehrssicherheit beigetragen.
Deutlich weniger erfreulich ist die Situation bei den Motorradfahrern in der Wallonie. Dort wurden zwischen Januar und März 152 Motorradunfälle mit Verletzten oder Todesopfern gezählt. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 125. Das entspricht einem Anstieg von 22 Prozent.
Laut Vias handelt es sich um den höchsten Wert, der jemals für ein erstes Quartal im Süden des Landes registriert wurde. Durchschnittlich ereigneten sich damit 13 Motorradunfälle pro Woche. Sieben Motorradfahrer kamen dabei ums Leben, nachdem im Vorjahreszeitraum noch zwei Todesopfer verzeichnet worden waren.
Motorradfahrer und Radfahrer sind nach Angaben von Vias die einzigen Verkehrsteilnehmergruppen in der Wallonie, bei denen die Zahl der Unfälle zuletzt gestiegen ist. (belga/calü)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren