Thiam und Co.: Brüssel ehrt Spitzensportlerinnen mit eigenen Straßen und Plätzen

<p>Nafissatou Thiam</p>
Nafissatou Thiam | Foto: Photo News

Der Brüsseler Gemeinderat gab am Montag grünes Licht für die Namensgebung. Geehrt werden die Mehrkampf-Olympiasiegerin Nafissatou Thiam, die paralympische Athletin Léa Bayekula sowie die ehemaligen Sprintstars Élodie Ouédraogo, Olivia Borlée, Hanna Mariën und Kim Gevaert.

Die neuen Bezeichnungen entstehen im Rahmen des NEO-Projekts, mit dem auf dem Heysel-Gelände unter anderem ein neuer Sportpark entwickelt wird. Nach Angaben der Stadt soll die Initiative dazu beitragen, Frauen im Stadtbild stärker sichtbar zu machen und Persönlichkeiten hervorzuheben, die die belgische Sportgeschichte geprägt haben.

Die Idee stammt von den Brüsseler Schöffinnen für Stadtplanung, Anaïs Maes (Vooruit), und Chancengleichheit, Nawal Ben Hamou (PS). Beide betonen, dass Frauen im öffentlichen Raum bislang deutlich seltener gewürdigt werden als Männer.

Alle sechs Athletinnen wurden vorab von der Stadt kontaktiert und reagierten laut Mitteilung begeistert auf die Ehrung. Besonders bewegt zeigte sich Paralympics-Sportlerin Léa Bayekula. „Ich hätte nie gedacht, dass einmal ein Platz meinen Namen tragen würde“, erklärte sie. „Ich hoffe vor allem, dass dies die Menschen daran erinnert, dass keine Einschränkung einen davon abhalten sollte, groß zu träumen und seinen eigenen Weg zu gehen.“ (belga/calü)

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