Mit dem neuen Abkommen hebt Mexiko nahezu alle bestehenden Zölle auf EU-Einfuhren auf. Zudem werden bürokratische Handelshemmnisse beseitigt. Ebenso soll der Zugang zu öffentlichen Aufträgen erleichtert werden. Das Abkommen umfasst auch den digitalen Handel.
Vor der Unterzeichnung trafen sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Costa mit der linksgerichteten mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum. Es war das erste Gipfeltreffen zwischen der EU und der zweitgrößten Volkswirtschaft Lateinamerikas seit zehn Jahren. Laut von der Leyen will Europa das Abkommen mit Investitionen in Höhe von fünf Milliarden Euro unterstützen. Diese sollen in Infrastrukturprojekte in Mexiko fließen. Angesichts der Politik von US-Präsident Donald Trump und weiterer globaler Herausforderungen wollen die EU und Mexiko ihre Handelsbeziehungen diversifizieren und ihre Partnerschaft aufbauen. Neben Handelsfragen umfasst die neue Fassung auch Regelungen zu Themen wie Klimawandel, Menschenrechten und internationaler Zusammenarbeit. Mexiko hat 130 Millionen Einwohner und ist die zweitgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas. Mehr als 70 Nichtregierungsorganisationen aus Lateinamerika und der EU kritisierten die Vereinbarung. „Statt einer echten Modernisierung wurden vor allem die Privilegien für Konzerne ausgeweitet“, erklärte Bettina Müller von der NGO PowerShift aus Berlin. (dpa/sc)

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