[Video] Youri Tielemans feiert Traumtor und Finaltriumph: „Fühle mich prächtig“

<p>Mit seinem Traumtor ebnete Youri Tielemans Aston Villa den Weg zum Sieg in der Europa League.</p>
Mit seinem Traumtor ebnete Youri Tielemans Aston Villa den Weg zum Sieg in der Europa League. | Foto: belga

Youri Tielemans nahm Maß, bekam den hohen Pass von Morgan Rogers nach einer Ecke perfekt auf den rechten Fuß serviert und feuerte den Ball direkt in die Maschen. „Wir hatten nur den Montag, um die Standards einzustudieren. Heute (lies: Mittwoch) hat es super geklappt, das freut mich sehr“, reagierte der 29-Jährige: „Ich fühle mich prächtig. Wir haben eine Topleistung auf den Platz gebracht. Eine starke Saison so abzuschließen, ist toll.“

Zumal sich der Überraschungsvierte der Premier League mit dem 3:0-Finalsieg in Istanbul auch ein Direktticket für die Champions League der kommenden Saison sicherte. Emiliano Buendia mit seinem nicht minder sehenswerten Distanzschuss sowie Morgan Rogers erzielten die beiden weiteren Tore. In den Schlussminuten feierte mit Amadou Onana im defensiven Mittelfeld ein zweiter Nationalspieler sein Comeback nach auskurierten Wadenproblemen. „Es war eine Saison mit Höhen und Tiefen. Wir sind schlecht gestartet, aber es ist super, wie wir den Spieß umgedreht haben“, freute sich Tielemans, der die Roten Teufel als Kapitän zur Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni - 19. Juli) führt: „Der Verdienst gebührt ganz den Spielern und dem Trainerstab. Wir haben weitergearbeitet, dran geglaubt und stehen nun als Sieger hier. Wir spielen nächste Saison Champions League und haben eine Trophäe – fantastisch!“

Emerys fünfter Streich

Nach der fulminanten Thronbesteigung drängte selbst Prinz William auf ein Foto mit dem „König“ der Europa League. Gemeinsam mit Erfolgscoach Unai Emery posierte der Edelfan neben der 15 Kilogramm schweren Silbertrophäe. Das 30-jährige Warten auf einen großen Titel fand für Aston Villa in einer magischen Nacht in Istanbul sein Ende – vor allem auch dank Emery, der sich bereits zum fünften Mal im zweitwichtigsten Europapokal-Wettbewerb krönte.

„Das ist wirklich etwas Fantastisches. Europa hat uns viel gebracht, auch mir persönlich“, sagte der Spanier nach dem überaus souveränen Erfolg gegen Freiburg: „Als ich hierherkam, war es mein Traum, in Europa zu spielen und Endspiele zu bestreiten, und dank all dessen, was wir in den letzten drei Jahren erlebt haben, haben wir das geschafft“. Sein Team habe in dieser Spielzeit „eine deutliche und solide Entwicklung durchlaufen, und dieser Pokal ist die Belohnung dafür“.

Die Spieler hatten Emery durch ein Spalier laufen lassen, Torhüter Emiliano Martínez trug ihn sogar auf den Schultern. Es folgte eine lange Partynacht in der türkischen Millionen-Metropole, ehe es am Donnerstagabend mit einer Siegesparade durch die Straßen von Birmingham gehen sollte. „Das Ziel ist erreicht“, schwärmte der Trainer.

<p>Zum fünften Mal gewinnt Unai Emery die Europa League.</p>
Zum fünften Mal gewinnt Unai Emery die Europa League. | Foto: belga

Der Spanier hatte von 2014 bis 2016 mit dem FC Sevilla bereits dreimal die Europa League gewonnen, hinzu kam der Triumph mit dem FC Villarreal im Jahr 2021. „Ich bin den Vereinen dankbar, bei denen ich gearbeitet habe, denn sie haben mir den Weg gewiesen“, sagte Emery ganz bescheiden. Mit seinem fünften Titelgewinn stieg er in die Riege der ganz Großen auf: Fünf Europapokalsiege gelangen bislang nur Giovanni Trapattoni, Carlo Ancelotti und José Mourinho.

„Er hat diesen Wettbewerb so oft gewonnen. Das ist beeindruckend“, lobte der Freiburger Coach Julian Schuster. Er „liebe Europa“, sagte Emery pathetisch bei RTL: „Ich liebe die Conference League, ich liebe die Europa League, ich liebe die Champions League – und besonders die Europa League. Sie hat mir viel gegeben.“

In Richtung der Anhänger der Villans um Prinz William richtete er sogleich ein Versprechen. Man werde es nicht bei dieser einen Trophäe belassen, kündigte der 54-Jährige an. In seinem Lieblingswettbewerb hat „Mister Europa League“ in der kommenden Spielzeit allerdings keine Titelchance. Schließlich „muss“ Emery mit Aston Villa dann in der Champions League ran. (belga/sid/tf)

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