Rekordsumme für die Straßen der deutschen Eifel

<p>Patrick Schnieder (CDU) stammt aus der deutschen Eifel. Ob die geplanten Rekordinvestitionen in den Straßenbau mit seiner Rolle als Bundesverkehrsminister zusammenhängen, bleibt offen.</p>
Patrick Schnieder (CDU) stammt aus der deutschen Eifel. Ob die geplanten Rekordinvestitionen in den Straßenbau mit seiner Rolle als Bundesverkehrsminister zusammenhängen, bleibt offen. | Foto: Fabian Sommer/picture alliance/dpa

Die Zeitung „Trierscher Volksfreund“ hatte berichtet, dass die Rekordsumme zeitlich mit der Amtszeit des aus der deutschen Eifel stammenden Bundesverkehrsministers Patrick Schnieder (CDU) zusammenfällt. Schnieder ist seit Mai 2025 im Amt und war seitdem mehrfach bei Verkehrsprojekten in der Region präsent, unter anderem beim A1-Lückenschluss, bei der Eifel-Bahnstrecke und beim Radweg Prüm–Gerolstein. Dadurch stelle sich die Frage, ob die deutsche Eifel von besonderer politischer Aufmerksamkeit profitiert.

Steigende Baukosten erklären einen Teil der höheren Summe.

Ein eindeutiger Zusammenhang lasse sich aus den Zahlen jedoch nicht ableiten. Die geplante Summe liege zwar über dem Vorjahreswert, der Unterschied beträgt aber nur knapp drei Millionen Euro. Zudem seien auch in den vergangenen Jahren jeweils mehr als 40 Millionen Euro in das Straßennetz der beiden Eifelkreise geflossen. Der Rekordwert steht daher eher für eine Fortsetzung des hohen Investitionsniveaus als für einen plötzlichen Sprung.

LBM-Leiter Bruno von Landenberg führt den Anstieg vor allem auf die allgemeine Preisentwicklung im Bausektor zurück. Zugleich habe er erklärt, Schnieder kenne die regionalen Straßenbauprojekte gut und sei über den Stand informiert. Ein klar messbarer „Schnieder-Effekt“ bleibe damit offen. Fest stehe jedoch, dass weiterhin erhebliche Mittel in die Verkehrsinfrastruktur der deutschen Eifel fließen.

Der Zuständigkeitsbereich des LBM Gerolstein umfasst rund 2.360 Kilometer Straßen. Etwa zwei Drittel davon liegen im Eifelkreis Bitburg-Prüm, ein Drittel im Landkreis Vulkaneifel. Eine deutliche Ausweitung der Bauaktivitäten ist nach Einschätzung des LBM schwierig. Der Verkehr müsse trotz Baustellen weiterlaufen, Umleitungen müssten verfügbar bleiben, und nicht alle Straßen könnten gleichzeitig gesperrt werden. Hinzu kommen unbesetzte Stellen in der Behörde.

Die verschiedenen Investitionen betreffen zahlreiche Straßen, Brücken, Knotenpunkte sowie Radwege. Schwerpunkte liegen auf der Sanierung stark belasteter Strecken, der Entschärfung von Unfallschwerpunkten und der Modernisierung wichtiger Verkehrsachsen. Viele Maßnahmen sind über Jahre vorbereitet worden und könnten daher nicht kurzfristig allein politischen Entscheidungen zugeschrieben werden. Größere Vorhaben wie zum Beispiel die Nordost-Tangente in Bitburg oder auch die Hochbrücke in Gerolstein stehen beispielhaft für ein breites Bauprogramm.

Der A1-Lückenschluss bleibt zentral für eine verbesserte Verkehrslage.

Nicht in der Bilanz des LBM enthalten ist der A1-Lückenschluss, da dieses Projekt von der Autobahn GmbH des Bundes betreut wird. Für die Verkehrslage in der Eifel ist es dennoch bedeutend. Nach jahrzehntelanger Diskussion laufen vorbereitende Arbeiten wie Rodungen, Ausgleichsmaßnahmen und Tierumsiedlungen. Die noch bestehende Autobahnlücke belaste laut LBM weiterhin zahlreiche Ausweichrouten, die stark von Autos und Lastwagen genutzt würden.

Auch der Wiederaufbau und die Elektrifizierung der Eifel-Bahnstrecke gehören zum größeren Bild der Verkehrsinvestitionen. Nach den Flutschäden sind bereits hohe Summen in die Verbindung Köln–Gerolstein–Trier geflossen. Der LBM ist dabei an Schnittstellen zwischen Straße und Schiene beteiligt.

Insgesamt steht die deutsche Eifel vor einem weiteren Jahr intensiver Infrastrukturarbeiten. Ob die Rekordinvestitionen mit der Herkunft des Bundesverkehrsministers zusammenhängen, bleibt offen. Wie die Zeitung „Trierscher Volksfreund“ berichtet, dürfte die Region spürbar geprägt werden – durch Baustellen im Alltag, aber auch durch modernere Verkehrswege. (jj)

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