„Finanziell bleibt die VSZ stabil. Die Generalversammlung der VSZ hat gestern die Bilanz 2025 gutgeheißen. Die Einnahmen beliefen sich auf rund 784.000 Euro, bei einem nahezu ausgeglichenen Jahresergebnis von 3.518 Euro“, teilte die VSZ weiter mit. Trotz der stabilen finanziellen Lage sieht die Verbraucherschutzzentrale weiterhin große Herausforderungen für viele Haushalte in Ostbelgien: „Auch wenn sich die Situation in einigen Bereichen beruhigt hat, stehen viele Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin unter Druck“, erklärt VSZ-Geschäftsführer Bernd Lorch. „Steigende Wohnkosten, komplexe Verwaltungsverfahren und Unsicherheiten im Energiesektor sorgen dafür, dass der Bedarf an unabhängiger Beratung ungebrochen bleibt.“
Allein die Verbraucher-, Mietrechts- und Energieberatung zählte 3.788 Ratsuchende. Auffällig sei dabei die Rückkehr zum persönlichen Beratungsgespräch: 40 Prozent der Kontakte fanden wieder direkt vor Ort statt, so die Verbraucherschutzzentrale. Gleichzeitig beobachte die VSZ, dass die Anliegen komplexer werden und Beratungen häufiger intensivere Begleitung erfordern. Im Bereich Mietrecht wurden erneut mehr als 2.100 Menschen beraten. Kündigungen, Indexierungen und Fragen rund um Mietverträge gehörten zu den häufigsten Themen. Die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt bleibe damit eine der größten Herausforderungen für viele Haushalte. Auch im Energiesektor blieb die Nachfrage hoch. Besonders problematisch waren Beschwerden im Zusammenhang mit dem sogenannten MIG-6-Protokoll, das bei Wohnungswechseln immer wieder zu unklaren Abrechnungen und zusätzlichen Kosten für Verbraucher führt. Die Schuldnerberatung zeigt ebenfalls, dass finanzielle Belastungen weiterhin ein zentrales gesellschaftliches Thema sind. Krankheit, niedrige Einkünfte und steigende Lebenshaltungskosten zählen zu den häufigsten Ursachen von Überschuldung. Gleichzeitig setzte die VSZ verstärkt auf Prävention: Im Rahmen der neu aufgebauten Schuldenprävention wurden 26 Aktivitäten mit insgesamt 260 Teilnehmerinnen und Teilnehmern organisiert. Zudem entwickelte die VSZ ihr Angebot weiter und führte die „Administrative Unterstützung“ ein. Dieses neue Angebot helfe Menschen unter anderem beim Ausfüllen von Formularen, bei digitalen Verwaltungswegen und bei allgemeinen administrativen Fragen, so die Verbraucherschutzzentrale. Neben der klassischen Beratungsarbeit setzte die VSZ im letzten Jahr verstärkt auf Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung. Über 260 Beiträge, Verbrauchertipps und Medienprodukte wurden veröffentlicht. Zudem startete die Organisation ihre Präsenz auf Facebook und Instagram. (red/sc)
Der vollständige Jahresbericht 2025 steht auf der Website der Verbraucherschutzzentrale zur Verfügung: https://verbraucherschutzzentrale.be/

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