Eine Teilnehmerin des Karnevalsumzugs beschrieb, wie das Auto des Angeklagten Paolo Falzone „mitten durch die Menschenmenge raste“, ohne zu bremsen. „Mein Gehirn hat mich geschützt und alles ausgeblendet“, sagte die Frau unter Tränen. „Ich war wie gelähmt.“
Die Zeugin begleitete damals ihren Partner, der Mitglied der Gilles-Gesellschaft „Boute en train“ war. Sie erinnerte an die ausgelassene Stimmung beim ersten Karneval nach der Corona-Pandemie. Der Umzug bewegte sich gerade durch die Rue des Canadiens, als das Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit in die Menschenmenge fuhr.
„Ich hörte einen lauten Knall und sah ein schwarzes Auto, das die Menge durchbohrte“, schilderte die Frau. Alles sei innerhalb von Sekunden geschehen. „Er fuhr durch die Menschen, ohne auch nur zu bremsen.“
Mehrere Zeugen beschrieben die Szenen nach dem Aufprall als „Albtraum“ oder „Kriegsszene“. Überall hätten verletzte oder reglose Körper gelegen.
Die erste Zeugin sprach von einem „Tunnelblick“ in den Sekunden nach dem Unfall. Sie habe weder Schreie gehört noch gesehen, wie Menschen durch die Luft geschleudert wurden. „Es war so schrecklich, dass mein Gehirn das Licht ausgeschaltet hat“, sagte sie. Bis heute leide sie unter psychischen Folgen. „Ein Teil von mir ist an diesem Tag gestorben.“
Mehrere Zeugen erklärten übereinstimmend, dass der Angeklagte vor dem Aufprall nicht gebremst habe. Eine Frau sagte sogar, das Fahrzeug habe nach der Kollision noch beschleunigt, um aus der Menschenmenge herauszukommen.
Bei dem Drama während des Karnevals von Strépy-Bracquegnies im Jahr 2022 waren sieben Menschen ums Leben gekommen. (belga/rt)

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