[Video] Bulgarien triumphiert beim ESC – Belgien landet auf Platz 21

<p>Die bulgarische Sängerin Dara feiert mit der ESC-Trophäe ihren Sieg beim 70. Eurovision Song Contest. Mit „Bangaranga“ holte sie den ersten Triumph für Bulgarien.</p>
Die bulgarische Sängerin Dara feiert mit der ESC-Trophäe ihren Sieg beim 70. Eurovision Song Contest. Mit „Bangaranga“ holte sie den ersten Triumph für Bulgarien. | Foto: afp

Bereits bei den Fachjurys lag Bulgarien vorne. Dara erhielt von ihnen 204 Punkte. Dahinter folgten Australien und Dänemark mit jeweils 165 Punkten, Frankreich mit 144 Punkten und Finnland mit 141 Punkten.

Auch beim belgischen Publikum kam der bulgarische Beitrag besonders gut an: Die belgischen Televoter vergaben ihre zwölf Punkte an Bulgarien. Zehn Punkte gingen aus Belgien an Rumänien, acht Punkte an Israel.

Für Belgien selbst verlief der Abend dagegen enttäuschend. Sängerin Essyla erhielt lediglich 36 Punkte von den Jurys und keinen einzigen Punkt vom Publikum. Damit landete sie am Ende auf Platz 21. Auffällig: Die einzige Fachjury, die Belgien die Höchstwertung von zwölf Punkten gab, war jene aus Italien.

Dass Essyla überhaupt das Finale erreichte, war im Vorfeld nicht unbedingt erwartet worden. Bei den Buchmachern hatte sie nicht zu den sicheren Finalkandidaten gezählt. Im vergangenen Jahr hatte es Red Sebastian für Belgien nicht einmal bis ins Finale geschafft.

Der israelische Beitrag von Noam Bettan erreichte mit der Ballade „Michelle“ den zweiten Platz und kam insgesamt auf 343 Punkte. Als die Publikumspunkte für Israel verkündet wurden, kam es in der Halle zu lautem Buhen, das auch in der Fernsehübertragung deutlich zu hören war.

Auf Rang drei landete Rumänien: Alexandra Căpitănescu erhielt für „Choke Me“ 296 Punkte.

Überschattet wurde die Jubiläumsausgabe des Wettbewerbs von der Kontroverse um die Teilnahme Israels. Spanien, die Niederlande, Irland, Island und Slowenien blieben dem Wettbewerb aus Protest fern.

Auch der flämische Rundfunk (VRT) erhöht nun den Druck auf die Europäische Rundfunkunion (EBU). Der öffentlich-rechtliche Sender fordert für 2027 eine direkte Abstimmung darüber, welche Länder am Wettbewerb teilnehmen dürfen. Außerdem müsse die EBU klar Stellung gegen Krieg und Gewalt beziehen. Sollte das nicht geschehen, will die VRT im kommenden Jahr keinen belgischen Kandidaten entsenden. (calü)

Die endgültigen Platzierungen

1. Bulgarien: Dara („Bangaranga“): 516 Punkte

2. Israel: Noam Bettan („Michelle“): 343 Punkte

3. Rumänien: Alexandra Căpitănescu („Choke Me“): 296 Punkte

4. Australien: Delta Goodrem („Eclipse“): 287 Punkte

5. Italien: Sal Da Vinci („Per sempre sì“): 281 Punkte

6. Finnland: Linda Lampenius und Pete Parkkonen („Liekinheitin“): 279 Punkte

7. Dänemark: Søren Torpegaard Lund („Før vi går hjem“): 243 Punkte

8. Moldau: Satoshi („Viva, Moldova!“): 226 Punkte

9. Ukraine: Leléka („Ridnym“): 221 Punkte

10. Griechenland: Akylas („Ferto“): 220 Punkte

11. Frankreich: Monroe („Regarde !“): 158 Punkte

12. Polen: Alicja („Pray“): 150 Punkte

13. Albanien: Alis („Nân“): 145 Punkte

14. Norwegen: Jonas Lovv („Ya Ya Ya“): 134 Punkte

15. Kroatien: Lelek („Andromeda“): 124 Punkte

16. Tschechien: Daniel Zizka („Crossroads“): 113 Punkte

17. Serbien: Lavina („Kraj mene“): 90 Punkte

18. Malta: Aidan („Bella“): 89 Punkte

19. Zypern: Antigoni („Jalla“): 75 Punkte

20. Schweden: Felicia („My System“): 51 Punkte

21. Belgien: Essyla („Dancing on the Ice“): 36 Punkte

22. Litauen: Lion Ceccah („Sólo quiero más“): 22 Punkte

23. Deutschland: Sarah Engels („Fire“): 12 Punkte

24. Österreich: Cosmó („Tanzschein“): 6 Punkte

25. Großbritannien: Look Mum No Computer („Eins, Zwei, Drei“): 1 Punkt

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment