Bereits bei den Fachjurys lag Bulgarien vorne. Dara erhielt von ihnen 204 Punkte. Dahinter folgten Australien und Dänemark mit jeweils 165 Punkten, Frankreich mit 144 Punkten und Finnland mit 141 Punkten.
Auch beim belgischen Publikum kam der bulgarische Beitrag besonders gut an: Die belgischen Televoter vergaben ihre zwölf Punkte an Bulgarien. Zehn Punkte gingen aus Belgien an Rumänien, acht Punkte an Israel.
Für Belgien selbst verlief der Abend dagegen enttäuschend. Sängerin Essyla erhielt lediglich 36 Punkte von den Jurys und keinen einzigen Punkt vom Publikum. Damit landete sie am Ende auf Platz 21. Auffällig: Die einzige Fachjury, die Belgien die Höchstwertung von zwölf Punkten gab, war jene aus Italien.
Dass Essyla überhaupt das Finale erreichte, war im Vorfeld nicht unbedingt erwartet worden. Bei den Buchmachern hatte sie nicht zu den sicheren Finalkandidaten gezählt. Im vergangenen Jahr hatte es Red Sebastian für Belgien nicht einmal bis ins Finale geschafft.
Der israelische Beitrag von Noam Bettan erreichte mit der Ballade „Michelle“ den zweiten Platz und kam insgesamt auf 343 Punkte. Als die Publikumspunkte für Israel verkündet wurden, kam es in der Halle zu lautem Buhen, das auch in der Fernsehübertragung deutlich zu hören war.
Auf Rang drei landete Rumänien: Alexandra Căpitănescu erhielt für „Choke Me“ 296 Punkte.
Überschattet wurde die Jubiläumsausgabe des Wettbewerbs von der Kontroverse um die Teilnahme Israels. Spanien, die Niederlande, Irland, Island und Slowenien blieben dem Wettbewerb aus Protest fern.
Auch der flämische Rundfunk (VRT) erhöht nun den Druck auf die Europäische Rundfunkunion (EBU). Der öffentlich-rechtliche Sender fordert für 2027 eine direkte Abstimmung darüber, welche Länder am Wettbewerb teilnehmen dürfen. Außerdem müsse die EBU klar Stellung gegen Krieg und Gewalt beziehen. Sollte das nicht geschehen, will die VRT im kommenden Jahr keinen belgischen Kandidaten entsenden. (calü)
Die endgültigen Platzierungen
1. Bulgarien: Dara („Bangaranga“): 516 Punkte
2. Israel: Noam Bettan („Michelle“): 343 Punkte
3. Rumänien: Alexandra Căpitănescu („Choke Me“): 296 Punkte
4. Australien: Delta Goodrem („Eclipse“): 287 Punkte
5. Italien: Sal Da Vinci („Per sempre sì“): 281 Punkte
6. Finnland: Linda Lampenius und Pete Parkkonen („Liekinheitin“): 279 Punkte
7. Dänemark: Søren Torpegaard Lund („Før vi går hjem“): 243 Punkte
8. Moldau: Satoshi („Viva, Moldova!“): 226 Punkte
9. Ukraine: Leléka („Ridnym“): 221 Punkte
10. Griechenland: Akylas („Ferto“): 220 Punkte
11. Frankreich: Monroe („Regarde !“): 158 Punkte
12. Polen: Alicja („Pray“): 150 Punkte
13. Albanien: Alis („Nân“): 145 Punkte
14. Norwegen: Jonas Lovv („Ya Ya Ya“): 134 Punkte
15. Kroatien: Lelek („Andromeda“): 124 Punkte
16. Tschechien: Daniel Zizka („Crossroads“): 113 Punkte
17. Serbien: Lavina („Kraj mene“): 90 Punkte
18. Malta: Aidan („Bella“): 89 Punkte
19. Zypern: Antigoni („Jalla“): 75 Punkte
20. Schweden: Felicia („My System“): 51 Punkte
21. Belgien: Essyla („Dancing on the Ice“): 36 Punkte
22. Litauen: Lion Ceccah („Sólo quiero más“): 22 Punkte
23. Deutschland: Sarah Engels („Fire“): 12 Punkte
24. Österreich: Cosmó („Tanzschein“): 6 Punkte
25. Großbritannien: Look Mum No Computer („Eins, Zwei, Drei“): 1 Punkt

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