Kinés, Hebammen und Logopäden: Video-Sprechstunden werden ausgeweitet

<p>Neben Ärzten dürfen künftig auch Physiotherapeuten (Kinés), Logopäden und Hebammen in Belgien Video-Sprechstunden anbieten.</p>
Neben Ärzten dürfen künftig auch Physiotherapeuten (Kinés), Logopäden und Hebammen in Belgien Video-Sprechstunden anbieten. | Illustrationsfoto: belga

Ab dem 1. Juli können Physiotherapeuten Behandlungen und Nachsorgetermine per Video durchführen. Dafür gelten allerdings bestimmte Bedingungen: Patienten müssen ihren Kiné zuvor mindestens einmal persönlich konsultiert haben. Zudem sind maximal zwei aufeinanderfolgende Video-Konsultationen erlaubt. Danach kann der Patient jedoch selbst entscheiden, ob die Behandlung weiterhin per Video erfolgen soll.

Auch Hebammen dürfen ab Juli pränatale Beratungen per Video anbieten, sofern die Patientin damit einverstanden ist. Die erste Konsultation muss ebenfalls vor Ort stattfinden. Auch hier sind höchstens zwei Video-Termine hintereinander zulässig. Für Logopäden tritt die neue Regelung erst ab dem 1. August in Kraft. Hier sind maximal zehn aufeinanderfolgende Video-Konsultationen erlaubt. Auch hier bleibt ein erster persönlicher Termin verpflichtend, hieß es. Für Kinder unter vier Jahren sind Online-Sitzungen zudem nicht gestattet.

Nach Angaben von Minister Frank Vandenbroucke stellen die Video-Konsultationen eine „nützliche Ergänzung zur Gesundheitsversorgung“ dar. „Für die Gesundheitsdienstleister wird es weniger ‚No-Shows‘ (A.d.R.: Ein Patient, der ohne zuvor abzusagen, nicht zum vereinbarten Termin erscheint) geben“, erklärte der Minister. „Für die Patienten ermöglicht dies eine bessere Nachverfolgung. Die Versorgung wird nicht mehr durch volle Terminkalender oder schwierige Anfahrten unterbrochen“, fügte der Vooruit-Politiker inzu.

Hausärzte dürfen bereits seit der Corona-Pandemie Video-Konsultationen anbieten. Die Erstattung dieser Leistungen wurde allerdings Anfang vergangenen Jahres eingestellt. (belga/nico)

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