Das geht aus den Landwirtschaftsstatistiken der Statistikbehörde Statbel hervor. Insgesamt sank die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe um zwei Prozent auf 33.307, wie Statbel bekanntgegeben hat.
Das Video zeigt die Kartoffelernte in Racour bei Lincent.
Besonders auffällig ist der starke Anstieg der Kartoffelanbaufläche. Sie nahm gegenüber 2024 um 7,2 Prozent zu und erreichte damit den höchsten Stand seit 1980. Verantwortlich dafür waren günstige Wetterbedingungen im Frühjahr 2025 sowie die hohe Nachfrage der verarbeitenden Industrie im Vorjahr. Auch der Getreideanbau entwickelte sich positiv. Die gesamte Getreidefläche wuchs um 5,3 Prozent, blieb aber weiterhin unter dem Niveau von 2023. Vor allem Winterweizen (+19,5 Prozent) und Dinkel (+71,8 Prozent) legten stark zu. Die Fläche für Wintergerste ging dagegen um mehr als ein Viertel zurück. Der Großteil des Wintergetreides wird weiterhin in der Wallonie angebaut. Beim Mais zeigte sich hingegen ein Rückgang. Die gesamte Maisfläche verringerte sich um 5,2 Prozent. Besonders stark betroffen war Körnermais mit einem Minus von 14 Prozent. Futtermais ging um 2,2 Prozent zurück. Deutlich weniger Fläche wurde auch für Zuckerüben genutzt. Sie sank um 10,9 Prozent, was laut Statbel vor allem auf den Druck bei den Zuckerpreisen zurückzuführen ist. Raps- und Kohlanbau gingen ebenfalls erneut stark zurück.
Zugenommen hat dagegen die Fläche für Ölpflanzen. Sie stieg um 34,8 Prozent, insbesondere wegen der wachsenden Beliebtheit von Sonnenblumen. Auch der Hanfanbau setzte seinen starken Wachstumskurs fort und legte nach dem Boom von 2024 nochmals um 78,5 Prozent zu. Im Obstbau blieb die Fläche insgesamt stabil. Während der Apfelanbau leicht zurückging, nahm die Birnenproduktion geringfügig zu. Stark gewachsen ist erneut der Haselnussanbau. Auch die Weinbauflächen wurden weiter ausgedehnt. Erstmals überschritt die belgische Rebfläche die Marke von 1.000 Hektar. Bei den Tierbeständen setzte sich der rückläufige Trend fort. Der Rinderbestand sank im Oktober 2025 um 1,2 Prozent. Besonders stark war der Rückgang bei den Mutterkühen. Die Zahl der Milchkühe nahm dagegen leicht zu, vor allem in Flandern. Auch der Schweinebestand verringerte sich weiter und lag 2,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Noch stärker fiel der Rückgang bei den Schweinebetrieben aus. Vor allem die Zahl der Mastschweine ging zurück. Der Geflügelbestand entwickelte sich dagegen positiv. Insgesamt stieg die Zahl der Tiere um 1,7 Prozent. Sowohl die Zahl der Legehennen als auch der Masthühner stieg. (sc)

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