Neue Audits für barrierefreie Tourismusangebote in Ostbelgien

<p>Karin Messerich</p>
Karin Messerich | Foto: David Hagemann

Messerich verwies darauf, dass barrierefreie Freizeitangebote nicht nur für Touristen, sondern ebenso für viele Einwohner Ostbelgiens von Bedeutung seien. In den letzten Jahren seien in mehreren Einrichtungen Umbauarbeiten erfolgt, um die Teilhabe zu verbessern. Wichtig sei nun, dass diese Informationen auch sichtbar und nachvollziehbar kommuniziert würden.

Seit Ende 2025 verfügt die Tourist-Info Eupen über eine entsprechende Bescheinigung, seit Februar 2026 auch das Stadtmuseum Eupen. Die Audits werden finanziell unterstützt: 60 Prozent der Kosten übernimmt die Provinz, den restlichen Anteil die DG. Im Ausschuss vertrat Minister Jérôme Franssen (CSP) seinen Kollegen Gregor Freches (PFF). Er erklärte, dass inzwischen weitere Audits im IKOB Eupen sowie im Museum „Vieille Montagne“ in Kelmis durchgeführt wurden. Zudem sei ein Audit der Tourist-Information in Bütgenbach angefragt worden. Die DG sei proaktiv auf Einrichtungen zugegangen, grundsätzlich gebe es aber keine Obergrenze für weitere Audits. Ziel sei, möglichst viele Freizeiteinrichtungen barrierefreier aufzustellen, insbesondere die bezuschussten touristischen Informationsstellen. Bei den Access-i-Audits gehe es aber nicht um eine offizielle Anerkennung oder Nichtanerkennung von Barrierefreiheit, so der Minister. Im Mittelpunkt stehe eine transparente Information über die tatsächliche Zugänglichkeit für unterschiedliche Einschränkungen. Die Einrichtungen erhielten nach Abschluss eines Audits entsprechende Symbole und praktische Hinweise, die auch in der Kommunikation genutzt werden könnten. Automatische, durch die DG finanzierte Baumaßnahmen bei unzureichender Bewertung seien dagegen nicht vorgesehen. (sc)

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