Der Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erneut versichert, dass es sich beim Hantavirus nicht um ein mit Corona vergleichbares Virus handelt. „Das ist nicht ein neues Covid“, schrieb WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in einer Veröffentlichung, mit der er sich direkt an die Bevölkerung von Teneriffa wandte. Das Risiko für die Menschen auf der Insel sei gering - zumal auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ kein neuer Verdachtsfall aufgetreten sei, so Tedros.
Die „Hondius“ wird am Sonntagmorgen zwischen 4.00 und 6.00 Uhr Ortszeit (5.00 und 7.00 Uhr MESZ) vor dem Hafen von Granadilla im Süden von Teneriffa erwartet. Die Ausschiffung der Menschen soll bei Tageslicht beginnen.
Die Passagiere werden laut Tedros im Industriehafen von Granadilla, weit entfernt von Wohngebieten, in versiegelten und bewachten Fahrzeugen durch einen vollständig abgesperrten Korridor an Land gebracht und direkt in ihre Heimatländer zurückgeführt. „Sie werden ihnen nicht begegnen. Ihre Familien werden ihnen nicht begegnen“, so der WHO-Chef, der bei der Aktion persönlich dabei sein will.
An Bord des Schiffes befinden sich noch zwei belgische Staatsbürger. Sie sollen mit einem niederländischen Charterflugzeug ausgeflogen werden. Nach ihrer Rückkehr in Belgien müssen sie zunächst medizinisch untersucht werden und anschließend ihre sozialen Kontakte einschränken. Aktuell befinden sich vier weitere Passagiere bereits unter Beobachtung in Belgien, nachdem sie Kontakt zu mit dem Hantavirus infizierten Passagieren des Kreuzfahrtschiffs Hondius hatten.
(dpa/belga/ag)

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