Deutsche Bahn baut ICE-Verbindungen nach Belgien aus

<p>Ein ICE-Zug der Deutschen Bahn verlässt den Kölner Hauptbahnhof.</p>
Ein ICE-Zug der Deutschen Bahn verlässt den Kölner Hauptbahnhof. | Foto: Roberto Pfeil/dpa

Nach Angaben des Unternehmens nutzten im vergangenen Jahr deutlich mehr Fahrgäste internationale Züge als noch zuvor. Besonders gefragt war die Strecke zwischen Köln und Brüssel, auf der die Zahl der Reisenden im Vergleich zu 2024 um 16 Prozent zunahm. Insgesamt beförderte die Deutsche Bahn im Jahr 2025 mehr als 25 Millionen internationale Passagiere – fast ein Drittel mehr als noch 2019.

Auch andere europäische Verbindungen legten kräftig zu. Auf der Strecke München–Zürich stieg die Nachfrage um 27 Prozent, zwischen Frankfurt und Paris um 22 Prozent. Die Bahn rechnet damit, dass die Passagierzahlen auch in den kommenden Jahren weiter wachsen werden – vor allem durch neue europäische Direktverbindungen.

Belgien erhält dabei gleich mehrere zusätzliche Angebote. Bereits ab dem 3. Juni fährt bis Ende August täglich ein zusätzlicher ICE zwischen Köln und Brüssel. An Wochenenden wird dieser Zug sogar bis Gent, Brügge und Ostende verlängert.

Ab dem 7. September folgt dann eine weitere neue Verbindung: Zweimal täglich sollen ICE-Züge in beide Richtungen zwischen Köln und Antwerpen verkehren. Geplante Zwischenhalte sind Aachen, Lüttich, Löwen sowie der Landesflughafen in Zaventem.

Auch in anderen Teilen Europas baut die Deutsche Bahn ihr internationales Netz weiter aus. So wird die Verbindung Kopenhagen–Hamburg–Berlin–Prag ab Mitte Juni auf zwei tägliche Zugpaare erweitert. Im Juli und August soll zudem eine Direktverbindung zwischen Frankfurt und Bordeaux angeboten werden.

Nach Einschätzung der Deutschen Bahn entdecken immer mehr Menschen die Vorteile des Zugreisens für sich. Besonders geschätzt werde, dass Bahnhöfe meist direkt im Stadtzentrum liegen, während Flughäfen oft weit außerhalb angesiedelt seien. Außerdem seien Reisende inzwischen bereit, längere Zugfahrten in Kauf zu nehmen. Während vor der Corona-Pandemie Reisezeiten von maximal vier bis fünf Stunden akzeptiert wurden, gelten heute laut Bahn auch Fahrten von sechs bis acht Stunden zunehmend als attraktiv.

Für 2027 plant die Deutsche Bahn bereits den nächsten Schritt: Dann soll eine neue Verbindung zwischen München, Mailand und Rom an den Start gehen. (belga/calü)

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