Nach den jüngsten Attacken durch US-Präsident Donald Trump hat Papst Leo XIV. den amerikanischen Außenminister Marco Rubio empfangen. Details des Gesprächs wurden zunächst nicht bekannt. Es war erwartet worden, dass Rubio versuchen würde, die Wogen im Verhältnis der US-Regierung zum ersten amerikanischen Papst zu glätten.
Leo hat sich wiederholt gegen den Krieg im Iran ausgesprochen und zu einer Waffenruhe und Dialog aufgerufen. Trump warf ihm daraufhin eine „schreckliche“ Außenpolitik vor. Diese Woche unterstellte Trump dem Papst, dieser halte es für in Ordnung, wenn der Iran eine Atomwaffe besitze. Damit gefährde er „viele Katholiken und viele Menschen“. Leo bekräftigte daraufhin seine Ablehnung von Atomwaffen. Es sei die Mission der Kirche, das Evangelium und den Frieden zu predigen, sagte er.
Rubio verweist auf Gemeinsamkeiten
Rubio, der selbst Katholik ist, hatte vor der Reise Gemeinsamkeiten mit dem Vatikan betont, etwa beim Thema Religionsfreiheit in verschiedenen Teilen der Welt. In Kuba hätten die USA humanitäre Hilfe mit Unterstützung der Kirche geleistet.
Rubio war am Morgen in Rom gelandet. Am Freitag will er unter anderem Ministerpräsidentin Giorgia Meloni treffen. Das Verhältnis der rechten Politikerin Meloni zu Trump galt lange als gut. Nach früheren Attacken Trumps gegen den Papst krachte es aber auch zwischen ihr und dem US-Präsidenten. (dpa/calü)

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