Die speziellen Module tauchen das Gewächshaus in violette, blaue und rosafarbene Lichttöne. Entwickelt wurde das System gemeinsam mit einem Schweizer Technologieunternehmen. Anders als klassische Solaranlagen befinden sich die Panels nicht auf dem Dach, sondern direkt im Inneren des Gewächshauses.
„Wir haben statt auf dem Gewächshaus kleine Solarpanels im Gewächshaus angebracht“, erklärt Tomatenzüchter Tom Vlaemynck. Ziel sei es, Strom zu produzieren, ohne dass die Pflanzen dadurch Ertragseinbußen erleiden.
Das Prinzip dahinter ist vergleichsweise einfach: Spiegel lassen jenes Licht durch, das die Pflanzen für die Photosynthese benötigen. Andere Strahlung wird auf die kleinen Solarpanels umgeleitet, die daraus Energie erzeugen. Gleichzeitig entstehe unter den Panels deutlich weniger Hitze, was den Pflanzen zugutekomme, so Vlaemynck.
Zwar liegen noch keine endgültigen Ergebnisse zur tatsächlichen Tomatenernte vor, da die erste Anbausaison laut Vlaemynck nicht optimal verlief und das Projekt erst mitten im Jahr gestartet werden konnte. Dennoch zieht der Landwirt bereits eine positive Zwischenbilanz. „Der Solarertrag entspricht den Erwartungen“, erklärt Vlaemynck. Auch die Pflanzen hätten wie erhofft reagiert. „Sie hatten weniger Stress und waren im Sommer deutlich kräftiger.“ Dadurch könne langfristig auch die Qualität der Tomaten bis in den Herbst hinein besser gesichert werden.
Das Projekt wird nun weitergeführt. Tomato Masters denkt bereits darüber nach, die Technologie künftig auch in Paprikagewächshäusern einzusetzen. Für Vlaemynck steht dabei vor allem die Zukunft der Landwirtschaft im Mittelpunkt. „Unser Ziel als Produzent ist es, auf eine Zukunft ohne Gas vorbereitet zu sein“, sagt er. (belga/calü)

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