Am Mittwochabend hatte die Öffentlichkeit im Brüsseler König-Baudouin-Stadion ein letztes Mal Gelegenheit, die Erinnerungsstücke zu sehen. Pfaff präsentierte dort zahlreiche Objekte aus seiner Karriere, darunter auch ikonische Trikots internationaler Fußballgrößen wie Johan Cruyff und Michel Platini. Anschließend wurden die Stücke in einen Tresor nach Paris gebracht, wo das Auktionshaus Millon sie versteigern wird.
Die Sammlung erzählt die Laufbahn des ehemaligen Roten Teufels – von seinen Anfängen beim SK Beveren bis zu seiner erfolgreichen Zeit beim FC Bayern München. Trotz des hohen Schätzwerts bleibt Pfaff beim möglichen Erlös des Maradona-Trikots zurückhaltend. „Ich weiß es nicht. Wir werden sehen“, sagte der 72-Jährige.
Bereits vor zwei Jahren hatte Pfaff versucht, das Trikot zu verkaufen – damals allerdings ohne Erfolg. Der Startpreis lag zu jener Zeit noch bei 640.000 Euro. Nun wurde er deutlich auf 350.000 Euro gesenkt.

Das begehrte Stück stammt von der Fußball-Weltmeisterschaft 1986. Maradona und Pfaff tauschten ihre Trikots nach dem Halbfinale zwischen Belgien und Argentinien aus. 2016 signierte der 2020 verstorbene Argentinier das Trikot bei einem Treffen in Paris mit den Worten: „Für den sympathischen Jean-Marie, mit all meiner Zuneigung.“
Für Pfaff steht bei der Auktion nach eigenen Worten nicht das Geld im Vordergrund. Vielmehr gehe es ihm um Verantwortung und darum, seine Erinnerungsstücke weiterzugeben. „Ich möchte teilen. Ich möchte Menschen daran teilhaben lassen, die bereit sind, sich dafür zu engagieren“, erklärte er. Zudem wolle er verhindern, dass seine Familie eines Tages die gesamte Sammlung verwalten müsse. (belga/calü)

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