Sie sind grün und besonders bei Mitgliedern, die digital nicht allzu versiert unterwegs sind, beliebt: die Briefkästen der Christlichen Krankenkasse CKK. Die grünen Kästen befinden sich an den Fassaden der Geschäftsstellen sowie an einigen anderen Orten und ermöglichen es Bürgern, ihre Dokumente selbst einzureichen – ohne den Postweg und auch außerhalb der Öffnungszeiten.
Die kürzlich entfernten Briefkästen „wurden in den vergangenen Jahren nur sehr wenig genutzt“.
Nun haben sich kürzlich einige besorgte Bürger gemeldet, da einige der Kästen nicht mehr an ihren gewohnten Plätzen aufzufinden sind. Das GrenzEcho hat daraufhin bei der Krankenkasse nachgehakt. „Die CKK möchte ihre Mitglieder zunächst beruhigen: Briefkästen der CKK stehen weiterhin an allen Geschäftsstellen zur Verfügung“, stellt Chiara Seca, Kommunikationsbeauftragte der CKK, klar. In der Deutschsprachigen Gemeinschaft befinden sich besagte Geschäftsstellen in Eupen, Kelmis, St.Vith und Büllingen. Darüber hinaus gibt es laut Chiara Seca Briefkästen „in zahlreichen weiteren Orten in der Region“ – darunter Amel, Bütgenbach, Gouvy, Malmedy, Weismes, Stavelot, Raeren, Eynatten, Baelen oder Welkenraedt. Diese Briefkästen würden mindestens einmal pro Woche kostenlos geleert, wie es seitens der CKK heißt. „Gleichzeitig entwickelt sich die CKK weiter“, heißt es in der Stellungnahme der Christlichen Krankenkasse. „Nach einer gründlichen Analyse der Situation wurden in der Tat vor Kurzem einige Briefkästen entfernt“, räumt die Kommunikationsbeauftragte ein. Der Grund: „Diese wurden in den vergangenen Jahren nur sehr wenig genutzt.“ Konkret betrifft dies die Standorte Eupen-Unterstadt, Hauset, Lontzen und Weywertz. „Heute erreichen uns immer mehr Informationen auf digitalem Weg. Alle Haus- und Zahnärzte sind verpflichtet, die Leistungsbescheinigungen ihrer Patienten direkt elektronisch an unsere Dienste zu übermitteln“, erklärt die Kommunikationsbeauftragte weiter. Dadurch müssten die Mitglieder selbst weniger Unterlagen einreichen. Diese Vorgehensweise setze sich „zunehmend durch“ und trage dazu bei, „dass unsere Briefkästen immer seltener genutzt werden“. Zudem würden immer mehr Mitglieder digitale Lösungen nutzen, um ihre Unterlagen zu übermitteln. „Viele Dokumente können heute einfach, sicher und bequem von zu Hause aus in digitaler Form eingereicht werden, zum Beispiel über das Kontaktformular, die Website und die App ‚Meine CKK‘“, so Chiara Seca. In der App könnten zudem CKK-Vorteile beantragt, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen übermittelt sowie Erstattungen und Zahlungen eingesehen werden. Auch die Europäische Krankenversicherungskarte sowie eine Übersicht einer Schwangerschaft oder einer Arbeitsunfähigkeit seien dort verfügbar.
Workshops für Mitglieder, die sich digital „nicht wohlfühlen“
„Für Mitglieder, die sich im Umgang mit digitalen Dienstleistungen nicht wohlfühlen, organisiert die CKK regelmäßig Workshops und Einzeltermine zur App ‚Meine CKK‘“, lautet ein Ansatz der Krankenkasse. „Auch wenn digitale Angebote heute viele Vorteile bieten, bleibt es der CKK wichtig, auch weiterhin physische Lösungen anzubieten, damit alle Mitglieder Zugang zu ihren Dienstleistungen haben, unter Berücksichtigung der unterschiedlichen persönlichen Situationen und möglichen Herausforderungen“, heißt es in der Stellungnahme der Christlichen Krankenkasse. Die CKK bleibe somit für ihre Mitglieder „erreichbar, ganz gleich, welchen Kontaktweg sie bevorzugen“ – Website, telefonisch, per E-Mail, über die App, in der Geschäftsstelle oder nach Terminvereinbarung.

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