Dort wurde kürzlich ein Gesetz verabschiedet, wonach Personen, die ab dem 1. Januar 2009 geboren wurden, künftig keinen Tabak mehr kaufen dürfen. Ab 2027 soll der Verkauf schrittweise eingeschränkt werden, sodass langfristig ein vollständiges Verkaufsverbot angestrebt wird. E-Zigaretten bleiben weiterhin erlaubt, da sie als Hilfsmittel zur Rauchentwöhnung gelten.
Die Krebsstiftung bewertet diese Maßnahme positiv. Ein Großteil der Raucher beginne vor dem 25. Lebensjahr mit dem Konsum. Daher sei es entscheidend, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um Jugendliche vor dem Einstieg zu schützen. Ziel eines solchen generationenbezogenen Verbots sei es, den Kontakt mit Tabakprodukten schrittweise zu reduzieren.
Aus Sicht der Organisation greift die britische Regelung jedoch nicht weit genug, da sie E-Zigaretten ausnimmt. Diese seien bei Jugendlichen besonders verbreitet und keineswegs risikofrei. Genannt werden mögliche Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, Atemwegsschäden sowie ein erhöhtes Krebsrisiko.
Die Stiftung spricht sich daher für eine ähnliche Regelung in Belgien aus. Jährlich sterben dort rund 9.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Trotz rückläufiger Tendenz bleibe die Lage besorgniserregend.
Eine solche Maßnahme müsse Teil einer umfassenden Strategie sein, die auch die Unterstützung von Rauchern beim Ausstieg stärkt. Viele hätten bereits versucht, mit dem Rauchen aufzuhören, weshalb ein besserer Zugang zu Hilfsangeboten notwendig sei. (belga/rt)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren