In der Hauptstadt fällt die Postzustellung am Mittwoch komplett aus. Grund sind blockierte Verteilzentren, die derzeit nicht betrieben werden können. Auch in der Wallonie bleibt die Situation angespannt: Weniger als die Hälfte der üblichen Zustelltouren wird dort durchgeführt.
Vor allem in der Region Lüttich kommt es zu zusätzlichen Blockaden. Streikposten wurden zudem in mehreren Städten eingerichtet, darunter Charleroi, Nivelles, La Louvière und Binche.
Im Norden des Landes ist die Lage deutlich ruhiger. Rund 91 Prozent der Zustelltouren können dort wie geplant durchgeführt werden, sodass die Auswirkungen des Streiks begrenzt bleiben.
Der Arbeitskampf hatte Ende März spontan begonnen. Auslöser war ein umstrittener Transformationsplan, der die Organisation der Paket- und Briefzustellung grundlegend verändern soll.
Zwar hatte die Unternehmensleitung in der vergangenen Woche eine Einigung angekündigt, doch die Gewerkschaften machten deutlich, dass diese zunächst mit der Belegschaft abgestimmt werden müsse. Deshalb wurde der Streik fortgesetzt.
Zuletzt trafen sich Unternehmensführung und Gewerkschaften erneut zu Gesprächen. Eine neue Vorschlagsbasis liegt vor, über die die Mitglieder derzeit beraten.
„Die Gespräche gehen langsam voran. Einige Zusteller haben ihre Arbeit wieder aufgenommen, andere noch nicht“, erklärte Thierry Tasset, Generalsekretär der Gewerkschaft CGSP Poste.
Die Unternehmensleitung hofft, bis spätestens 30. April eine endgültige Einigung erzielen zu können. (belga/calü)

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