Basketball-WM in Berlin: Belgian Cats treffen auf starke Gegner

<p>Coach Mike Thibault im Kreis der Belgian Cats: Der 75-Jährige bereitet sein Team auf eine anspruchsvolle Weltmeisterschaft in Berlin vor.</p>
Coach Mike Thibault im Kreis der Belgian Cats: Der 75-Jährige bereitet sein Team auf eine anspruchsvolle Weltmeisterschaft in Berlin vor. | Foto: belga

„Das ist vielleicht die bislang am stärksten besetzte Weltmeisterschaft“, erklärte der 75-jährige US-Amerikaner am Dienstagabend nach der Auslosung. „Alle Gruppen sind schwierig – und unsere ganz besonders.“

Mit Australien wartet gleich zu Beginn ein echtes Schwergewicht. Das Team gehört zu den besten der Welt, wie Thibault betont – und erinnert zugleich an die Olympischen Spiele in Paris, wo Belgien knapp im Spiel um Bronze unterlag.

Puerto Rico kennt der Coach aus seiner Zeit mit der US-Auswahl, und auch Belgien ist bereits in Qualifikationsturnieren auf das Team getroffen. Die Türkei wiederum setzt auf eine junge, dynamische Mannschaft, die sich zunehmend etabliert. „Es wird eine sehr anspruchsvolle Gruppe“, fasst Thibault zusammen.

Klare Zielsetzung: Gruppensieg

Der Modus ist eindeutig: Nur die vier Gruppensieger ziehen direkt ins Viertelfinale ein. Die Zweit- und Drittplatzierten müssen den Umweg über Entscheidungsspiele nehmen.

Für Thibault ist daher klar, worauf es ankommt: „Unser Ziel ist es, die Gruppe zu gewinnen. Dafür müssen wir unser bestes Niveau abrufen.“ Positiv sei immerhin, dass man nun Planungssicherheit habe und gezielt in die Vorbereitung gehen könne.

Ein Gruppensieg könnte sich zudem doppelt auszahlen: In diesem Fall würden Emma Meesseman und ihre Teamkolleginnen wohl erst im Halbfinale auf Topfavorit USA treffen. Doch der Trainer warnt vor verfrühten Rechenspielen: „Man kann sich schnell in Spekulationen verlieren. Entscheidend ist nur das nächste Spiel.“

Zwischen europäischer Dominanz und globalem Anspruch

Die Belgian Cats reisen als amtierende und zweifache Europameisterinnen nach Berlin – auf kontinentaler Ebene haben sie ihre Klasse längst bewiesen. Auf der großen Weltbühne hingegen blieb der ganz große Wurf bislang aus, sowohl bei Weltmeisterschaften als auch bei Olympischen Spielen.

Das soll sich jetzt ändern. „Ich wurde verpflichtet, um Medaillen zu gewinnen – das ist unser Ziel“, betont Thibault. Gleichzeitig verweist er auf die enorme Konkurrenz: Neben den USA zählen auch Frankreich, Australien und China zu den Topnationen, dazu kommen weitere starke Teams wie Spanien.

Die 20. Ausgabe der Frauen-Weltmeisterschaft findet vom 4. bis 13. September in Berlin statt. Rekordweltmeister sind die USA mit elf Titeln, darunter die letzten vier in Folge.

Belgien belegte bei der vergangenen WM 2022 in Australien den fünften Platz nach einem Viertelfinal-Aus gegen den späteren Bronzemedaillengewinner. Bei ihrem WM-Debüt 2018 in Spanien hatten die Cats sogar Rang vier erreicht. (belga/calü)

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