Noch zum Ende des vergangenen Jahres drohte den Fans des belgischen Fußballs der „Blackout“: Im November hatte DAZN erklärt, der mit der Pro League vereinbarte TV-Vertrag in Höhe von 421 Millionen Euro sei nicht mehr gültig. Dem waren langwierige, aber letztlich gescheiterte Verhandlungen mit Anbietern wie Proximus bezüglich eines Weiterverkaufs der Live-Bilder vorausgegangen.
Die Pro League zog daraufhin umgehend vor das Schiedsgericht Cepani. Noch ohne endgültiges Urteil zwang dieses DAZN dazu, den Rest der laufenden Spielzeit zu übertragen und – fast noch wichtiger – seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber der Pro League nachzukommen. Ohne das Geld aus dem noch bis 2030 laufenden TV-Vertrag würde zahlreichen Profiklubs eine essenzielle Einnahmequelle wegbrechen.
Etwas überraschend gaben die Rechtsbeistände des in Großbritannien ansässigen Unternehmens nun während eines Prozesses im Zusammenhang mit illegalen TV-Streams und Piraterie bekannt, dass DAZN zumindest auch die Saison 2026/2027 übertragen werde. Vor dem Brüsseler Unternehmensgericht fechten Google, Cisco und Cloudflare diverse Maßnahmen an, die sie verpflichten, den Zugang zu illegalen Streamingseiten und IPTV zu blockieren. Im März vergangenen Jahres hatte DAZN diesbezüglich ein Eilverfahren eingeleitet.
„Die Pro League geht davon aus, dass der Vertrag bis 2030 eingehalten wird. Unsere Position bleibt daher unverändert“, erklärte die Pro League am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur Belga. (mn)

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