Belgien setzt auf Vorsorge: Nationale Kampagne soll Bürger krisenfester machen

<p>Im Juli 2021 wurde Eupen von einem Hochwasser heimgesucht.</p>
Im Juli 2021 wurde Eupen von einem Hochwasser heimgesucht. | Foto: belga

Im Mittelpunkt der ersten Phase steht ein zentrales Thema: der Zugang zu verlässlichen Informationen im Ernstfall. „In einer Krisensituation ist es entscheidend, über klare und zuverlässige Informationen zu verfügen, um angemessen handeln zu können und die richtigen Entscheidungen zu treffen – zum eigenen Schutz und zum Schutz anderer“, betont das Krisenzentrum, das dem föderalen Innenministerium unterstellt ist.

Dabei gehe es nicht nur darum, im Moment der Krise informiert zu sein, sondern bereits im Vorfeld zu wissen, wo man vertrauenswürdige und geprüfte Informationen findet. Ebenso wichtig sei es, die offiziellen Kommunikationskanäle der Behörden zu kennen.

Die Kampagne setzt auf einfache, konkrete Schritte: Bürgerinnen und Bürger sollen sich kostenlos beim Warnsystem BE-Alert registrieren, die Kommunikationskanäle ihrer Gemeinde, Provinz und lokalen Rettungsdienste verfolgen und sich aktiv über mögliche Risiken informieren – etwa über die Website des Krisenzentrums.

Um möglichst viele Menschen zu erreichen, stützt sich die Initiative auf ein breites lokales Netzwerk. Städte und Gemeinden sowie verschiedene Organisationen sollen als Multiplikatoren fungieren und die Botschaften in die Bevölkerung tragen. In den kommenden Jahren werden zudem unterschiedliche Schwerpunkte behandelt, darunter auch spezifische Risiken wie Nuklearunfälle oder sogenannte Seveso-Betriebe.

„Während der gesamten Kampagne bleibt das nationale Krisenzentrum in engem Austausch mit seinen Partnern und stellt Kommunikationsmaterial wie Plakate, Inhalte für soziale Netzwerke oder visuelle Elemente zur Verfügung“, heißt es weiter. Schon in den nächsten Wochen soll die Kampagne sowohl über offizielle Kanäle als auch über jene zahlreicher Partner sichtbar werden – unterstützt durch gezielte Plakataktionen im öffentlichen Raum. (belga/calü)

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