Die Gewächshäuser gehen auf den Architekten Alphonse Balat zurück, den Lehrmeister des Jugendstilpioniers Victor Horta. Ab 1873 entwarf Balat ein weitläufiges Ensemble, das sich harmonisch an das klassizistische Schloss von Laken anschließt. Eingebettet in eine hügelige Parklandschaft wirkt die Anlage wie eine kleine Stadt aus Glas.
Für den Rundgang stehen in diesem Jahr zwei Varianten zur Auswahl. Besucher können zwischen einem etwa zwei Kilometer langen kurzen Parcours und einer rund drei Kilometer langen Strecke wählen. Wer sich für die längere Route entscheidet, beginnt den Besuch mit einem Spaziergang durch die Gärten des königlichen Anwesens. Dabei eröffnen sich bereits aus der Distanz eindrucksvolle Perspektiven auf die filigrane Architektur der Gewächshäuser. Entlang des Weges lassen sich zudem besondere Orte entdecken, etwa eine Tempelruine am Rand eines Teichs oder ein Rosenbogen, bevor es schließlich in die Gewächshäuser selbst geht. Die kürzere Variante konzentriert sich ausschließlich auf die Gewächshäuser.
Allerdings bleiben nicht alle Bereiche zugänglich. Der imposante Wintergarten – Herzstück der Anlage – ist in diesem Jahr wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Als Ausgleich können Besucher erstmals die Große Ehrengalerie des Schlosses von Laken besichtigen, die zu Beginn des Rundgangs geöffnet wird. Darüber hinaus stehen zahlreiche weitere Anlagen offen, darunter das Palmenplateau, das Kongohaus oder die Orangerie.
Kurzentschlossene gehen in diesem Jahr allerdings leer aus: Alle Tickets, die seit dem 20. März ausschließlich online angeboten worden waren, sind inzwischen restlos ausverkauft. Wer die Königlichen Gewächshäuser besuchen möchte, muss sich nun bis zur nächsten Öffnung im kommenden Jahr gedulden. (calü)

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