So ging die Zahl der Straftaten gegen Personen um mehr als sechs Prozent zurück. Auch bei Eigentumsdelikten blieb die Lage insgesamt stabil. Innerhalb dieser Kategorie zeigt sich jedoch eine Verschiebung: Während Betrugsfälle um sechs Prozent zurückgingen, nahmen Diebstähle um 4,3 Prozent zu. Besonders auffällig ist der Anstieg von Ladendiebstählen, die um 15 Prozent zunahmen – primär in großen Supermärkten und Einkaufszentren.
Ein besonderer Brennpunkt bleibt „Carré“, das Ausgehviertel im Herzen der Stadt. Die zehn Straßen dieses Viertels vereinen acht Prozent aller Raubdelikte sowie zehn Prozent der Körperverletzungen in Lüttich auf sich. Zwar ist die Zahl der Körperverletzungen dort um elf Prozent gesunken, doch Diebstähle haben leicht zugenommen. Die Polizei führt den Rückgang der Gewalt unter anderem auf eine verstärkte Präsenz zurück: Rund 15 Beamte sind ausschließlich in diesem Bereich im Einsatz.
Sorgen bereitet den Behörden weiterhin der Drogenhandel. Zwar ist die Zahl der registrierten Drogendelikte um 25 Prozent gesunken, gleichzeitig wurden jedoch deutlich größere Mengen sichergestellt – darunter 83 Prozent mehr Heroin und 75 Prozent mehr Kokain als im Vorjahr.
Besonders alarmierend ist die Entwicklung der Gewalt im Zusammenhang mit dem Drogenmilieu. „Sie nimmt seit 2023 kontinuierlich zu“, erklärt Polizeichef Jean-Marc Demelenne. Dabei gehe es unter anderem um Waffeneinsatz zwischen Dealern, Revierkämpfe oder Vergeltungsaktionen. (belga/calü)

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