Drama in Kroatien: Thierry Neuville vergibt ersten Saisonsieg auf den letzten Metern

<p>Thierry Neuville in Kroatien in Aktion</p>
Thierry Neuville in Kroatien in Aktion | Foto: Photo News

„Nur noch ins Ziel kommen“, hatte Thierry Neuville zum Start in den Sonntagmorgen erklärt – mit deutlichem Vorsprung auf die Verfolger befand sich der Hyundai-Pilot auf dem Weg zu seinem ersten und enorm wichtigen Saisonsieg. Mit einer Führung von 1:14,5 Minuten auf Katsuta und 1:46,4 Minuten auf Pajari startete er in das Finale der Rallye.

„Wir haben ein Setup gefunden, das perfekt passt, und können mit den anderen mithalten. Ich fühle mich im Auto richtig wohl und genieße es“, so Neuville, der letztlich doch noch ein Drama erleben sollte: In der abschließenden Power Stage verspielte er seinen komfortablen Vorsprung durch einen Fahrfehler und den damit verbundenen Schaden an der Aufhängung seines Fahrzeugs – dadurch war auch der fast schon sicher geglaubte Erfolg futsch.

Stattdessen stand Takamoto Katsuta ganz oben auf dem Podium, hinter ihm belegten Sami Pajari und Hayden Paddon die Plätze zwei und drei.

Und damit setzt sich aus Sicht von Neuville eine schwierige Phase trotz des Lichtblicks in Kroatien fort: Nach dem Shakedown hatte der Ex-Weltmeister über Abstimmungsprobleme an seinem Fahrzeug gesprochen und sogar die Ambitionen seines Teams beim vierten Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft offengelassen. Doch bereits am Freitag setzte der gebürtige Ostbelgier gemeinsam mit Beifahrer Martijn Wydaeghe ein erstes Ausrufezeichen. Den vermeintlich entscheidenden Schritt in Richtung Sieg machte das Duo in WP14 am Samstag: Nachdem der führende Sami Pajari durch einen Reifenschaden zurückgeworfen worden war, schlug Neuville zu. Weil auch Takamoto Katsuta einige Sekunden verlor, wuchs der Vorsprung von „TN“ weiter an. (mn)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment