Der Samstag begann mit einem Comeback: Nach ihren Ausfällen am Freitag gingen Oliver Solberg und Elfyn Evans erneut an den Start. Vor allem Solberg setzte ein Ausrufezeichen und gewann gleich alle vier Wertungsprüfungen am Vormittag.
Im Kampf um den Sieg blieb Pajari zunächst stabil. In der ersten Prüfung war er hauchdünn um 0,1 Sekunden schneller als Neuville, der sich seinerseits etwas von Katsuta absetzen konnte. Doch die zweite Prüfung brachte Bewegung ins Klassement: Katsuta riskierte viel auf teils stark verschmutzter Strecke, war zwar langsamer als Solberg, aber deutlich schneller als Neuville. Der Ostbelgier fiel dadurch zwischenzeitlich auf Rang drei zurück. „Taka ist enorme Risiken eingegangen auf einem sehr schmutzigen Belag. Ich wusste nicht, dass es so schlimm ist“, erklärte Neuville.
Die dritte Prüfung – von vielen Fahrern als Schlüsselstelle bezeichnet – spielte Neuville in die Karten. Mit einer starken Leistung war er deutlich schneller als seine direkten Konkurrenten: 2,9 Sekunden vor Pajari und sogar 16,9 Sekunden vor Katsuta. Damit schob sich der Weltmeister von 2024 wieder auf Rang zwei vor. „Das war eine gute Prüfung. Ich habe mich im Auto wohlgefühlt. Mit unserer Startposition habe ich das Maximum herausgeholt“, so Neuville.
In der vierten und letzten Prüfung der Vormittagsschleife konterte Pajari erneut leicht und blieb knapp vor Neuville. Insgesamt konnte der Hyundai-Pilot seinen Rückstand nach vier Prüfungen jedoch um 1,7 Sekunden verkürzen.
Für einen Rückschlag bei Hyundai sorgte Adrien Fourmaux: Der Franzose, aktuell Vierter der WM-Zwischenwertung, schied am Samstagvormittag nach einem Fehler aus.
Am Nachmittag steht die gleiche Schleife mit vier weiteren Wertungsprüfungen erneut auf dem Programm. Die Entscheidung bei der Rallye Kroatien fällt am Sonntag. (calü)

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