Seit Anfang März arbeiten der Netzbetreiber Elia und der Minenräumdienst der Armee (SEDEE/DOVO) Hand in Hand, um die Sprengkörper zu bergen. Die Arbeiten sollen auch während der Osterferien fortgesetzt werden – sofern das Wetter mitspielt.
Denn genau das ist der entscheidende Faktor: „Die Arbeiten verlaufen reibungslos, solange das Wetter es zulässt“, erklärt Elia-Sprecherin Lotte Van der Stockt. „Am Freitag wurden beispielsweise keine Minen geborgen, da die Bedingungen zu schlecht waren.“ Die nächsten Einsätze sind ab dem 15. April geplant, eine weitere Phase soll am 21. April folgen – immer unter dem Vorbehalt der Wetterlage.
Platz für Offshore-Energie
Die Minen waren bei Vorbereitungsarbeiten für das „Prinzessin-Elisabeth-Insel“-Projekt entdeckt worden. Über unterirdische Seekabel soll künftig Strom von dieser künstlichen Energieinsel an Land transportiert werden – ein wichtiger Baustein für die Energiewende in Belgien.
Die Bergung der Minen erfolgt mit aufwendiger Technik: Taucher befestigen Ballons an den Sprengkörpern, die diese kontrolliert an die Oberfläche heben. Anschließend werden sie an den Strand von Wenduine geschleppt, wo Spezialisten sie untersuchen, entschärfen oder gezielt zur Explosion bringen.
Einschränkungen an der Küste
Die Arbeiten haben auch Auswirkungen für Anwohner und Besucher. Während der Einsätze gelten strenge Sicherheitsmaßnahmen: Der Strandabschnitt wird gesperrt, ebenso die Zugänge durch die Dünen. Auch entlang des Blankenbergse Steenwegs kann es zu Verkehrsbehinderungen kommen – zeitweise wird die Straße für die Dauer der Operation komplett geschlossen. (belga/calü)

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