Nach langer Pause: Belgischer Schiedsrichter wieder auf großer Turnierbühne

<p>Referee Bram Van Driessche in Aktion</p>
Referee Bram Van Driessche in Aktion | Foto: Photo News

Für Van Driessche ist es nicht die erste große internationale Erfahrung. Bereits im vergangenen Sommer war er beim erweiterten Klub-WM-Turnier in den Vereinigten Staaten als Videoref im Einsatz, unter anderem bei der Partie zwischen Palmeiras und Al-Ahly. Ende des Jahres wurde er dann in den erweiterten Kandidatenkreis für die WM aufgenommen – nun folgte die offizielle Bestätigung.

Insgesamt nominierte die FIFA 52 Hauptschiedsrichter, 88 Assistenten und 30 Video Match Officials, die die 104 Spiele des Turniers leiten sollen. Für Belgien ist die Ernennung von Van Driessche von besonderer Bedeutung: Erstmals seit 16 Jahren ist damit wieder ein belgischer Schiedsrichter bei einem großen internationalen Turnier (WM und EM) vertreten. Zuletzt war Frank De Bleeckere bei der Weltmeisteschaft 2010 in Südafrika im Einsatz.

„Die ausgewählten Spieloffiziellen sind die besten Schiedsrichter der Welt“, erklärte Pierluigi Collina, Vorsitzender der FIFA-Schiedsrichterkommission. Die Kandidaten seien über mehrere Jahre hinweg beobachtet und bewertet worden. „Sie werden weiterhin intensiv von Fitness- und Medizinteams betreut, damit sie in Topform in das Turnier starten können.“

Die WM 2026 bringt nicht nur sportlich neue Dimensionen mit sich, sondern auch technologisch. Neben der Torlinientechnologie und einer weiterentwickelten halbautomatischen Abseitsregelung kommt auch die sogenannte „Connected Ball“-Technologie zum Einsatz. Zudem sollen Zuschauer erstmals Spielszenen aus der Perspektive der Schiedsrichter auf dem Feld verfolgen können.

Die Vorbereitung der Offiziellen beginnt Ende Mai mit einem zehntägigen Seminar in Miami. Während die Feldschiedsrichter dort bleiben, werden die Video-Assistenten anschließend nach Dallas verlegt, wo das internationale Sendezentrum eingerichtet wird. (belga/calü)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment