Mit ihrer Bewerbung unter dem Motto „Brussels must be DemoCrazy“ wollte die Stadt auf den weltweiten Rückgang demokratischer Werte aufmerksam machen und sich zugleich als Vorreiterin für innovative Demokratie präsentieren. Brüssel sieht sich dabei als „Hauptstadt der freien Welt“ und als Stimme für demokratische Prinzipien in einer zunehmend autokratischen Welt.
Ende Januar empfingen Bürgermeister Philippe Close und der für Bürgerbeteiligung zuständige Schöffe Frederik Ceulemans eine internationale Expertenjury. Vorgestellt wurden zahlreiche lokale Projekte zur Bürgerbeteiligung in verschiedenen Stadtteilen. Diese Initiativen brachten Brüssel zunächst auf die Shortlist und überzeugten schließlich auch die europäische Bürgerjury.
Mehr als 5.500 Bürger aus 46 Mitgliedstaaten des Europarats sowie aus dem Kosovo stimmten für Brüssel. Im kommenden Jahr soll die Stadt nun Gastgeber zahlreicher Projekte, Debatten und Veranstaltungen rund um Demokratie, Dialog und Bürgerbeteiligung werden.
Das BSK betonte, dass Demokratie nicht nur auf nationaler oder europäischer Ebene entstehe, sondern vor allem auch im lokalen Alltag – in Nachbarschaften, öffentlichen Räumen und Rathäusern. Der Titel solle genau diese lokale Dimension stärken und sichtbar machen. (belga/gz)

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