Polizei nutzt Reisedaten: Erfolge bei Kriminalitätsbekämpfung

<p>Durch die Auswertung von Millionen Reisedaten konnten Sicherheitsbehörden in Belgien mehrere Festnahmen vornehmen.</p>
Durch die Auswertung von Millionen Reisedaten konnten Sicherheitsbehörden in Belgien mehrere Festnahmen vornehmen. | Illustrationsbild: belga

Wie das Nationale Krisenzentrum mitteilt, analysierte die Einheit für Passagierinformationen (BelPIU) rund 40 Millionen Reisedaten aus mehr als 300.000 Flügen sowie internationalen Busverbindungen. Die Daten werden unter anderem im Kampf gegen Terrorismus und organisierte Kriminalität genutzt.

Die hohe Zahl ist die bislang größte seit der Einführung des Systems im Jahr 2018. Ein Grund dafür ist die Einbeziehung von Daten internationaler Busunternehmen, wodurch die Analyse zunehmend multimodal erfolgt.

BelPIU ist Teil eines gemeinsamen Zentrums, in dem verschiedene Sicherheits- und Nachrichtendienste zusammenarbeiten. Die gewonnenen Informationen führten zu zahlreichen Einsätzen.

So konnten bei Kontrollen an Flughäfen unter anderem mehr als zwei Tonnen Drogen sowie große Mengen Zigaretten sichergestellt werden. Zudem wurden über 1.100 Kontrollen durchgeführt, von denen fast die Hälfte zu Treffern führte.

Insgesamt kam es zu 79 Festnahmen, darunter wegen Drogendelikten, organisierter Kriminalität, Gewaltverbrechen sowie in einzelnen Fällen auch wegen Terrorismus und Extremismus.

Die Behörden betonen, dass die Ergebnisse auf die enge Zusammenarbeit verschiedener Sicherheitsdienste zurückzuführen sind. (belga/rt)

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