Auslöser sind erneut massive Verzögerungen bei den Passkontrollen. Bereits am Donnerstagmorgen mussten ankommende Reisende teils über längere Zeit anstehen. Es ist nicht das erste Mal, dass es zu solchen Problemen kommt: Schon in der Vergangenheit hatten hunderte Passagiere ihre Flüge wegen überlasteter Kontrollen verpasst.
Für Matthias Diependaele ist die Lage nicht hinnehmbar. „Wartezeiten von bis zu zwei Stunden und Reisende, die ihren Flug verpassen – das ist untragbar“, erklärte der Ministerpräsident. Besonders mit Blick auf die bevorstehenden Osterferien müsse schnell gehandelt werden: „Mit dem Osterreiseverkehr vor der Tür brauchen wir einen sofort umsetzbaren Notfallplan, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.“
Der flämische Regierungschef verweist zudem auf die zentrale Rolle des Landesflughafens für die Wirtschaft. Brussels Airport sei „essenziell für unsere Wirtschaft und internationale Position“ und zugleich „der zweitwichtigste wirtschaftliche Motor Flanderns sowie ein entscheidendes Tor nach Europa – das muss einfach funktionieren“.
Diependaele richtet seine Forderung konkret an Innenminister Bernard Quintin (MR), der für die föderale Polizei und damit auch für die Grenzkontrollen zuständig ist. Nach Ansicht des flämischen Ministerpräsidenten liegt ein wesentlicher Grund für die Probleme in der personellen Unterbesetzung. „Die unzureichende Besetzung der föderalen Polizei macht sich bemerkbar. Es braucht dringend Verstärkung, damit die Polizei ihre Aufgabe wieder voll erfüllen kann und Reisende täglich auf eine sichere und effiziente Abfertigung zählen können“, so Diependaele.
Bereits zuvor hatte er das Gespräch mit Quintin gesucht – bislang ohne durchschlagenden Erfolg. Angesichts des steigenden Passagieraufkommens wächst nun der Druck, rasch Lösungen zu präsentieren. (belga/calü)

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