Dodi Lukebakio bewahrte Belgien mit seinem Treffer im dem Freundschaftsspiel kurz nach der Pause (46.) vor einer Niederlage – und bestätigte seine starke Form während der USA-Reise. Drei Tore in zwei Spielen sprechen für sich. „So ein Tor ist ein bisschen meine Spezialität“, sagte Lukebakio mit einem Lächeln gegenüber dem privaten Sender VTM. „Das ist positiv für mich. Ich bin sehr froh, dass ich mich zeigen konnte.“
Für den Flügelspieler ist die Marschroute klar: „Für mich ist es jetzt wichtig, in den nächsten zwei Monaten bei meinem Klub (Benfica Lissabon, A.d.R.) sehr gut zu spielen. Mein Ziel ist es auf jeden Fall, Stammspieler zu sein und den Trainer zu überzeugen.“

Dass Belgien überhaupt in die Lage kam, einem Rückstand hinterherlaufen zu müssen, lag vorwiegend an einer schwachen ersten Hälfte. Mexiko bestimmte das Geschehen, während die Roten Teufel kaum Zugriff fanden. Auch Lukebakio sprach das offen an: „Es war eine sehr schwierige erste Halbzeit.“
Erst nach dem Seitenwechsel gelang es den Belgiern, sich zu stabilisieren: „Es ist gut, solche Spiele zu haben, um bereit für die Weltmeisterschaft zu sein. Jetzt müssen wir alles analysieren.“
Ein Problem sei primär die Spielweise gewesen: „In der ersten Halbzeit haben wir mit den langen Bällen nach Lösungen gesucht. Mexiko war sehr scharf. Sie hatten auch viel Unterstützung von ihren Fans.“
Noch deutlicher wurde Kapitän Youri Tielemans. Der Mittelfeldspieler zeigte sich nach dem Schlusspfiff selbstkritisch – und richtete den Blick klar nach vorne. „Es ist eine gute und robuste Mannschaft, die mit viel Intensität spielt, und wir mussten die Lösung finden. Zum Glück treffen wir gleich zu Beginn der zweiten Hälfte und kommen zurück ins Spiel.“

Vor allem die taktische Umsetzung ließ zu wünschen übrig: „Wir haben viel zu schnell den langen Ball gespielt, obwohl wir wissen, dass sie hinten als Block gut stehen. Es war schwierig, sie aus der Position zu bringen. Daran müssen wir arbeiten.“
Trotz der Kritik sieht Tielemans auch einen positiven Aspekt: „Es war ein guter Test heute. Die Atmosphäre war sehr gut. Es war schön, das einmal zu erleben.“
Trainer Rudi Garcia nutzte die Partie, um viel zu rotieren – ein Punkt, den auch der Kapitän hervorhob: „Der Trainer hat alle spielen lassen und getestet. Jetzt geht es in gerader Linie zur WM. Dort müssen wir besser sein.“
Am Ende bleibt ein gemischtes Bild: Lukebakio empfiehlt sich mit starken Leistungen für mehr Einsatzzeit, doch insgesamt offenbaren die Roten Teufel weiterhin Schwächen – insbesondere bei Standards und im Spielaufbau. Oder, wie es Tielemans auf den Punkt brachte: „Unser Niveau muss nach oben.“ (calü)

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