Nach Unfällen: Föderalminister Crucke will Helmpflicht für E-Scooter einführen

<p>Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke</p>
Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke | Foto: belga

Hintergrund der Initiative sind steigende Unfallzahlen. Im vergangenen Jahr kamen in Belgien 13 Menschen bei Unfällen mit E-Scootern ums Leben. Nach Angaben aus Notaufnahmen erleiden rund 65 Prozent der Verletzten bei solchen Unfällen ein Schädel-Hirn-Trauma. Nur etwa vier Prozent der Betroffenen trugen zum Unfallzeitpunkt einen Helm. Crucke arbeitet nach eigenen Angaben seit rund einem Jahr an neuen Sicherheitsvorschriften.

Die geplante Helmpflicht stößt bei Betreibern von Sharing-Angeboten auf Kritik. Sie befürchten negative Auswirkungen auf die Nutzung, wie Erfahrungen aus Dänemark zeigen. Dort habe eine ähnliche Maßnahme dem Markt spürbar geschadet.

Um die Bedenken abzufedern, wurde mit den Unternehmen über die Branchenorganisation Way To Go eine Vereinbarung getroffen. Demnach sollen frei zugängliche E-Scooter und E-Bikes in Belgien künftig technisch auf maximal 20 Kilometer pro Stunde begrenzt werden. Für diese Fahrzeuge würde dann keine Helmpflicht gelten.

Neben der Geschwindigkeitsbegrenzung umfasst das Maßnahmenpaket weitere Verpflichtungen zur Kontrolle und zur Verbesserung der Sicherheit. Auch die Regionen werden in die Ausarbeitung einbezogen. Ferner setzt sich der Minister auf europäischer Ebene für eine Harmonisierung möglicher Vorschriften ein, darunter eine verpflichtende Zulassung oder Kennzeichnung von E-Scootern. (belga/svm)

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